Der Industriekonzern Sulzer hat im Geschäftsjahr 2014 bei den fortgeführten Geschäften einen Rückgang des Bestellungseingangs um 2,7 Prozent auf 3,16 Milliarden Franken und des Umsatzes um 1,6 Prozent auf 3,21 Milliarden verzeichnet.

Akquisitions- und währungsbereinigt ergab sich ein Minus von 0,6 Prozent für die Bestellungen, wogegen der Umsatz um 0,7 Prozent anzog. Der Auftragsbestand lag mit 1,70 Milliarden um rund 4 Prozent unter dem Stand von Juni 2014.

Aberschreiber in Geschäftseinheit Water

Der Ebit legte gegenüber dem Vorjahr auf vergleichbarer Basis und vor Goodwill-Wertminderung um 2,6 Prozent auf 271,0 Millionen Franken zu und die Ebit-Marge auf 8,4 Prozent von 8,1 Prozent. Allerdings nahm Sulzer auf die Geschäftseinheit Water eine Goodwill-Wertminderung von 340 Millionen vor. Unter Berücksichtigung dieser Korrektur ergab sich ein Betriebsverlust von 69 Millionen, wie Sulzer mitteilt.

Der Abschreiber sei auf die angepassten Prognosen zum künftigen Wachstum und auf die Profitabilitätsannahmen zurückzuführen, welche der erwarteten Marktentwicklung angepasst worden seien.

Erwartungen in etwa getroffen

Inklusive des Gewinns aus den nichtfortgeführten Aktivitäten lag der den Aktionären zustehende Reingewinn bei 275,0 Millionen Franken. Die Dividende soll auf 3,50 von 3,20 Franken im Vorjahr erhöht werden.

Mit den Zahlen hat Sulzer die Erwartungen der Analysten mit dem Auftragseingang in etwa getroffen und mit dem Umsatz leicht besser abgeschnitten als erwartet. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 3,16 Milliarden Franken, für den Auftragseingang bei 3,15 Milliarden. Die Gewinnziffern sind wegen der Goodwill-Wertminderung nur bedingt mit den Prognosen vergleichbar.

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Leicht schwächerer Bestellungseingang erwartet

Zur Währungssituation schreibt Sulzer, dass sich abgesehen vom Währungseffekt die Auswirkungen durch Währungsschwankungen in Grenzen halten würden.

Für 2015 erwartet Sulzer bereinigt um Währungseffekte einen leicht rückläufigen Bestellungseingang und einen gehaltenen Umsatz. Um die Transparenz weiter zu erhöhen, werde mit dem operativen Ebita (operatives Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Amortisation) ein neuer Performanceindikator eingeführt. Für diesen wird für 2015 ebenfalls ein Ergebnis auf Vorjahresniveau erwartet. Sulzer strebt eine verbesserte Umsatzrendite (gemessen mit operativem ROSA) von vier bis sechs Prozentpunkten, beginnend im Jahr 2017, an.

(awp/tno/ama)