Der Industriekonzern Sulzer hat in Frankreich einen Auftrag zur Lieferung von 28 Pumpeneinheiten für das Nuklearunternehmen Electricité De France SA (EDF) erhalten. Im Rahmen des Vertrags wird Sulzer Prototypen eines Pumpensets erstellen und innerhalb der nächsten 15 Jahre insgesamt 28 Pumpeneinheiten produzieren und in Betrieb nehmen.

Das Auftragsvolumen belaufe sich auf rund 30 Millionen Franken, sagte ein Sulzer-Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Das entspricht in etwa einem Hundertstel des Jahresumsatzes von Sulzer von rund 3 Milliarden Franken. Die Pumpen werden am Sulzer-Standort im französischen Ort Buchelay hergestellt.

Langjährige Erfahrung in Atombranche

Der Vertrag mit EDF stärke die Position von Sulzer als Pumpenlieferant im Nukleargeschäft. Zudem werde die bereits bestehende Partnerschaft zwischen den beiden Unternehmen damit weiter ausgebaut. Die Sulzer Pompes France Sparte des Industriekonzerns verfügt gemäss der Mitteilung vom Freitag über mehr als 40 Jahre Erfahrung im Nuklearmarkt. Im Rahmen eines einjährigen Projekts habe das Unternehmen eine neue Pumpe entworfen, welche die speziellen technischen Anforderungen von EDF erfülle.

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Die Zürcher Kantonalbank schreibt in einem Kommentar, dass der Auftragswert von 30 Millionen Franken zu relativieren sei: «Da sich aber die Lieferung über 15 Jahre erstreckt, fallen jährlich etwa 2 Millionen Franken an Umsatz an, was lediglich gut 1 Prozent des Umsatzes der Division Pumps Equipment entspricht.» Trotzdem wertet die Bank die Belebung des Energieerzeugungsmarktes positiv, bleibt aber eben aufgrund des langen Vertragszeitraums auf «neutral». Die Sulzer-Aktie notiert gegen 10.10 Uhr um 1,1 Prozent im Plus auf dem vorläufigen Tageshoch von 88,85 Franken. Um 12.38 Uhr betrug das Plus noch 0,8 Prozent.

(awp/jfr)