Der Industriekonzern Sulzer hat im ersten Quartal 2014 mehr Bestellungen erhalten als im Vorjahreszeitraum: Der Auftragseingang nahm um 2,7 Prozent auf 828,4 Millionen Franken zu, wie das Unternehmen mitteilt. Bereinigt um Währungseffekte sowie Akquisitionen und Devestitionen hätte das Plus 8,6 Prozent betragen. Diese Zahlen beziehen sich auf das fortgeführte Geschäft.

Sie enthalten somit die Aufträge der Sparte Metco nicht, deren Verkauf im Januar an den OC-Oerlikon-Konzern bekannt gegeben wurde. Der Verkauf soll in den nächsten Monaten über die Bühne gehen. Metco erhielt im ersten Quartal Aufträge in der Höhe von 188,3 Millionen Franken, was einem Plus von 2,5 Prozent entspricht.

Mit den gezeigten Zahlen hat Sulzer die Erwartungen der Analysten übertroffen. Der AWP-Konsens für den Bestellungseingang der Gruppe ohne die Sparte Metco lag bei 797,7 Millionen Franken.

Geschäft mit Pumpen wuchs

Die Divisionen, die letztes Jahr neu formiert wurden, haben sich unterschiedlich entwickelt. Das Geschäft mit Pumpen wuchs um 3,2 Prozent auf 448,2 Millionen Franken, bereinigt hätte sogar ein Plus von 9,5 Prozent resultiert. Die neue Sparte Rotating Equipment Services, die aus der ehemaligen Sparte Turbo Services und der Serviceabteilung des Pumpenbereichs gebildet wurde, legte um knapp 15 Prozent auf 201,3Millionen Franken zu, wobei bereinigt sogar ein Wachstum von gut 22 Prozent augewiesen werden kann. Die dritte Sparte Chemtech hingegen erhielt 9,2 Prozent weniger Aufträge (178,9 Millionen Franken).

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Laut der Mitteilung von Sulzer blieb der Umsatz im ersten Quartal trotz des höheren Bestellungseingangs «geringfügig» unter dem Niveau des Vorjahres. Dies wird mit der Terminierung in der Abwicklung von Aufträgen begründet. Zahlen zum Umsatz gibt Sulzer keine bekannt.

Für das Gesamtjahr 2014 erwartet Sulzer, dass leicht mehr Aufträge an Land gezogen werden können als im Vorjahr. Es müsse jedoch aufgrund der guten Werte aus dem Vorjahr mit einem leicht schwächeren zweiten Quartal gerechnet werden.

(awp/tke)