Der Industriekonzern Sulzer hat im ersten Semester 2014 mit den fortgeführten Geschäften einen Rückgang des Bestellungseingangs um 8,9 Prozent auf 1,58  Milliarden Franken verzeichnet. Akquisitions- und währungsbereinigt lag das Minus bei 3,7 Prozent. Der Umsatz reduzierte sich um 3,9 Prozent auf 1,49  Milliarden (bereinigt +1,2 Prozent). Der Auftragsbestand lag Ende Juni mit 1,77  Milliarden Franken etwas höher als vor einem Jahr. Die Zahlen beziehen sich auf die fortgeführten Aktivitäten, also ohne die an OC Oerlikon verkaufte Oberflächentechnologiesparte Metco.

Der EBIT fiel gegenüber dem Vorjahr auf vergleichbarer Basis um 10,4 Prozent auf 99,2 Millionen Franken zurück und die EBIT-Marge auf 6,7 Prozent von 7,1 Prozent. Bereinigt um die Restrukturierungskosten ergab sich beim EBIT ein Minus von 11,9 Prozent auf 100,4 Millionen, die Marge fiel dabei auf 6,7 von 7,3 Prozent. Auch der Reingewinn schrumpfte um 12,6 Prozent auf 64,4 Millionen, wie Sulzer am Dienstag mitteilt. Inklusive des Gewinns aus den nichtfortgeführten Aktivitäten lag der Reingewinn bei 483,5 Millionen.

Prognosen der Analysten knapp verfehlt

Damit hat Sulzer die Prognosen der Analysten nicht ganz erreicht. Der AWP-Konsens für den Auftragseingang lag bei 1'610 Millionen, für den Umsatz bei 1'503 Millionen, für den EBIT bei 101 Millionen und für den Reingewinn bei 69 Millionen Franken.

Mit Blick auf das fortgeführte Geschäft schreibt Sulzer, dass der schwächere Bestellungseingang auf die niedrigere Nachfrage im zweiten Quartal im Vergleich zum «äusserst starken Vorjahresquartal» zurückzuführen sei. Zudem habe die Verzögerung einiger Projekte in der Division Pumps in Nord-, Mittel- und Südamerika sowie in Europa den Bestellungseingang belastet. Sulzer geht indes davon aus, dass sich diese Projekte im zweiten Semester umsetzen liessen.

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Für das Gesamtjahr 2014 bestätigt Sulzer die bisherigen Prognosen. Demnach dürfte auf bereinigter Basis gegenüber dem Vorjahr eine leichte Steigerung von Umsatz und Bestellungseingang resultieren. Auch die operative Marge unter Ausklammerung der Kosten für die Restrukturierungsmassnahmen sollte sich gegenüber 2013 wieder leicht verbessern. Das zweite Halbjahr dürfte stärker ausfallen als das erste, heisst es dazu.

(awp/me)