Das Aufschnaufen in Winterthur hallte heute durch die halbe Schweiz. Sulzer verlegt seine Arbeitsplätze auf 2013 wieder in das Hochhaus. Eine über zehnjährige Leidensgeschichte des Winterthurer Wahrzeichens ist damit zu Ende.

Begonnen hatte alles 1999 mit dem Verkauf an den Winterthurer Immobilienunternehmer Bruno Stefanini (besitzt circa 5000 Mietwohnungen in der Schweiz). Dieser hatte mit der Stadt Winterthur nicht immer das beste Verhältnis, da er diverse Liegenschaften in Winterthurs Altstadt nicht sanierte und diese immer baufälliger wurden.

Die letzten gut zehn Jahre war das Sulzer-Hochhaus immer wieder Politikum und Zankapfel. Zur bewegten Geschichte gehören Hausbesetzungen, Asbest-Sanierungen und immer wieder die Hoffnung, dass neues Leben in das einst höchste Gebäude der Schweiz zurückkehrt. Jetzt ist es so weit und im nächsten Jahr ziehen 360 Sulzer-Angestellte in den obersten 14 Stockwerken ein.

Wie eine Sulzer-Sprecherin auf Anfrage von «Handelszeitung Online» sagte, mietet Sulzer die Räumlichkeiten im Hochhaus von Stefanini. Seit diesem Sommer habe man bei Sulzer nach geeigneten Standroten für den gestiegenen Platzbedarf gesucht und nun diese Lösung gefunden. Sulzer will im Hochhaus die Arbeitsplätze von fünf einzelnen Standorten in Winterthur konzentrieren. 

Zufriedener Stadtpräsident

Winterthurs-Stadtpräsident Michael Künzle zeigte sich gegenüber «Handelszeitung Online» «sehr erfreut über die Nachricht». Offenbar kursierte das Gerücht über den möglichen Wiedereinzug von Sulzer in das Hochhaus schon länger durch die Eulachstadt.

Für Künzle, der in Winterthur eben das Amt als Stadtpräsidenten angetreten hat, ein schönes Antrittsgeschenk. «Dies ist ein starkes Zeichen für Sulzer und ein starkes Zeichen für die Stadt Winterthur» so der CVP-Politiker.

(tke/tno/sda)

Anzeige