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Gewinn
Sunrise schreibt wieder schwarze Zahlen

Sunrise: Der Gewinn steigt dank niedriger Zinslast. Keystone

Die Nummer zwei auf dem Schweizer Markt schafft im dritten Quartal den Sprung in profitable Gewässer – trotz sinkendem Umsatz. An der Dividende für die Aktionäre will Sunrise festhalten.

Veröffentlicht am 09.11.2015

Der Telekomanbieter Sunrise ist im dritten Quartal in die Gewinnzone zurückgekehrt. Sunrise verdiente unter dem Strich 14 Millionen Franken, nach einem Verlust von 53 Millionen Franken im Vorjahresquartal. Das Unternehmen zeigt sich zufrieden.

In den ersten neun Monaten schrieb Sunrise insgesamt einen Verlust von 138 Millionen Franken, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. In der ersten Jahreshälfte hatten Kosten für den Börsengang und Refinanzierungen Sunrise tief in die roten Zahlen gerissen.

Weniger Umsatz

Der bereinigte Betriebsgewinn vor Amortisationen und Abschreibungen (EBITDA) sank von Januar bis September auf 450 Millionen von 472 Millionen Franken in der Vorjahresperiode. Der Umsatz sank um 3,7 Prozent auf 1,464 Milliarden Franken.

Im dritten Quartal sank der Umsatz noch stärker um 8,5 Prozent auf 487 Millionen Franken. Als Gründe gab Sunrise die Anpassung der Roamingpreise, die Stärke des Schweizer Frankens sowie einen Umsatzrückgang bei den Handygeräten an. Mit dem Kundenwachstum zeigt sich Sunrise dennoch zufrieden.

Weniger Mobilfunk-Kunden

Es sei eines der stärksten Quartale hinsichtlich des Kundenwachstums bei den Postpaid-Kunden, sagte Uwe Schaller, Leiter der Investorenbeziehungen bei Sunrise. Die Zahl der Abonnenten im Mobilfunk stieg gegenüber dem Vorquartal um 23'900. Per Ende September verzeichnete Sunrise 1,397 Millionen Abo-Kunden.

Seit einigen Jahren setzen Kunden bei ihren Handytarifen vermehrt auf Abos statt Vorauszahlungs-Modelle. Allerdings verlor Sunrise im Jahresvergleich mehr Prepaid-Kunden als das Unternehmen Abonnenten gewinnen konnte. Da die Zahl der Prepaid-Kunden zurückging, sank die Zahl der Mobilfunk-Kunden insgesamt um 57'000.

Mehr TV-Kunden

Zulegen konnte Sunrise aber bei Internet- und TV-Kunden. Im kompetitiven Marktumfeld habe Sunrise eine gute Leistung gezeigt, sagte Schaller gegenüber der Nachrichtenagentur sda.

Der im September angekündigte Stellenabbau ist wie angekündigt zu einem grossen Teil schon über die Bühne. Der Grossteil der Mitarbeiter sei bereits informiert und freigestellt worden, sagte Schaller. Einige wenige hätten im dritten Quartal noch nicht informiert werden können, da sie krank oder in den Ferien waren. Insgesamt fallen wie angekündigt bis zu 165 Vollzeitstellen beziehungsweise 175 Mitarbeiter weg. Für die Restrukturierung verbuchte Sunrise von Juli bis September Kosten von rund 19 Millionen Franken.

(sda/ise)

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