Der Telekom-Konzern Sunrise hat im dritten Quartal 2013 den Umsatz leicht gesteigert und den Kundenstamm ausgebaut. Der Umsatz erhöhte sich um 0,6 Prozent auf 520 Million Franken und der Gewinn vor Abschreibungen und Sondereffekten (Recurring Ebitda) stieg um 1,0 Prozent auf 172 Millionen, teilte Sunrise am Donnerstag mit. Der ausgewiesene Ebitda belief sich auf 170 Millionen (-3,8 Prozent) mit einer Marge von 32,8 Prozent.

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Sunrise-CEO Libor Voncina spricht in der Mitteilung von einem nach wie vor herausfordernden Marktumfeld, das von «erheblichen» Preissenkungen geprägt war. Dies sei jedoch durch Wachstum im Geschäftskundenbereich, durch den Kauf von Lebara und Ortel sowie durch verbesserte Kostenstrukturen mehr als kompensiert worden.

Nach neun Monaten steht der Umsatz bei 1,50 Milliarden Franken, was ein Rückgang um 2,3 Prozent bedeutet. Mit Mobilfunkdiensten erzielte Sunrise einen Umsatz von 943 Millionen (-3,3 Prozent), mit Festnetzdiensten von 415 Millionen (-3,5 Prozent) und mit Internetdiensten von 147 Millionen (+8,6 Prozent).

Der Recurring Ebitda reduzierte sich in den Monaten Januar bis September um 1,7 Prozent auf 471 Millionen und der ausgewiesene Ebitda um 5,3 Prozent auf 462 Millionen. Dabei hat sich die Marge um einen Prozentpunkt auf 30,7 Prozent zurückentwickelt. Per Ende September zählte Sunrise insgesamt 3,30 Millionen Kunden; das sind 10,1 Prozent mehr als vor Jahresfrist.

Lebara und Ortel erstmals konsolidiert

Die im Sommer akquirierten Prepaid-Anbieter für kostengünstige Auslandsgespräche Lebara und Ortel wurden im dritten Quartal 2013 erstmals konsolidiert. Die Übernahmen hatten sowohl auf den Umsatz (+15 Millionen), das operative Ergebnis (+3,7 Millionen) und die Entwicklung der Prepaid-Kundenbasis (+343'000) einen positiven Effekt.

Die Zahl der Postpaid-Kunden stieg um 66'200 auf 1,23 Millionen, wobei allein im dritten Quartal 16'000 neue Postpaid-Kunden dazu gekommen seien. Mit den Digital-TV-Angeboten habe Sunrise an die Zuwachsraten der vergangenen Quartale anknüpfen können. Im Berichtsquartal verzeichnete Sunrise TV einen Zuwachs von 7'500 Kunden auf insgesamt 65'600 und der Pro-Kopf-Umsatz im Bereich Internet/TV wuchs so um 3 Prozent.

Sunrise habe weiter «massiv» in das Netz und den Kundenservice investiert, so CEO Libor Voncina. Die Investitionen nach neun Monaten im laufenden Geschäftsjahr erhöhte der Konzern um einen Drittel auf 177 Million Franken. Bis Ende Jahr sei es geplant, 270 bis 280 Millionen in den Netzausbau zu investieren.

Der Grossteil der Investitionen diene der Verbesserung der Netzkapazität und dem beschleunigten Ausbau des im Juni gestarteten 4G/LTE-Netzes, heisst es. Im Gegensatz zur Konkurrenz biete Sunrise über ihr 4G/LTE-Netz allen Kunden mit LTE-kompatiblen Geräten Surf-Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s an.

Um die Servicequalität zu verbessern, erhöhte Sunrise in den vergangenen Monaten die Anzahl Kundenberater um rund 20 Prozent. Zudem sei der Leiter Kundenservice, Max Nunziata, Anfang November zum Mitglied des Management Boards ernannt worden. Der Kundenservice soll noch mehr Aufmerksamkeit im Management erhalten.

(awp/tke/aho)