Nach dem Scheidungskrieg hat Suzuki ein milliardenschweres Aktienpaket von Volkswagen zurückgekauft. Der viertgrösste japanische Autobauer teilte am Donnerstag mit, den Suzuki-Anteil von 19,9 Prozent für umgerechnet knapp 3,4 Milliarden Euro erworben zu haben.

Das Schiedsgericht der internationalen Handelskammer in London hatte Ende August geurteilt, dass der VW-Konzern seine Beteiligung an den Japanern abstossen muss. Die Entscheidung beendete einen vier Jahre langen Streit über die gescheiterte Kooperation der beiden Autokonzerne und die Rückgabe der Suzuki-Aktien.

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Chemie zwischen den Partnern passte nicht

VW war 2010 für 1,7 Milliarden Euro bei Suzuki eingestiegen und streicht deshalb nun einen deutlichen Buchgewinn ein. Der Dax-Konzern wollte gemeinsam mit den Japanern Billigautos für Schwellenländer entwickeln.

Doch die Partnerschaft ging in die Brüche, hauptsächlich weil die Chemie zwischen den beiden Firmen nicht stimmte und Suzuki um den Verlust seiner Eigenständigkeit fürchtete. Dennoch wollte VW seine Suzuki-Anteile behalten.

(reuters/gku)