Der Uhrenkonzern Swatch dürfte nach Einschätzung von CEO Nick Hayek im laufenden Jahr keine zweistelligen Wachstumsraten erreichen. «Es ist eine Illusion zu glauben, dass zweistelliges Wachstum mit diesem Währungsumfeld erreicht werden kann», sagte er in einem Interview mit der Nachrichtenagentur «Bloomberg». Die Swatch-Titel reagieren auf die Aussagen mit Kursabschlägen.

«Sollte die Situation unverändert bleiben, so kann man ein zweistelliges Umsatzwachstum zu den derzeitigen Kursen für die gesamte Schweizer Uhrenindustrie vergessen», sagte Hayek in dem Interview. Die Industrie könne im laufenden Jahr vermutlich ein Wachstum von 5 bis 10 Prozent erreichen, aber vermutlich «näher zu den 5 Prozent». «Nach so vielen Jahren des massiven Wachstums ist das gar nicht so schlecht», so der Swatch-CEO.

Schwierige Währungssituation

Im Jahr 2013 hatte die Swatch-Gruppe den Umsatz um gut 8 Prozent gesteigert. Im Januar 2014 hatte Hayek für 2014 noch ein Wachstum für den Uhrenkonzern im zweistelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt. Allerdings hatte er relativiert, dass dies schwer zu erreichen sei, sollten der US-Dollar und der japanische Yen zum Franken weiter sinken.

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An der Schweizer Börse ist die Swatch-Aktie unmittelbar nach der Publikation der Hayek-Aussagen um rund 2,5 Prozent ins Minus gerutscht. Mittlerweile stehen die Titel mit 531 Franken noch um 0,8 Prozent unter dem Schlusskurs vom Mittwoch. Der SMI notiert derweil unverändert.

(awp/dbe)