In der Uhrenindustrie hat nach dreijähriger Flaute eine kräftige Trendwende eingesetzt. «Der Aufschwung ist massiv», sagt Swatch-Chef Nick Hayek im Interview mit der NZZ am Sonntag. Sein Konzern erzielte im September ein Umsatzplus von über 10 Prozent, im Oktober habe sich das Tempo noch beschleunigt: «Weil die Nachfrage so gross ist, haben wir im Moment Engpässe bei der Produktion.» Mehrere Marken seien bei der Lieferung im Rückstand.

Der Wendepunkt habe nach den Sommerferien stattgefunden, bestätigt Arbeitgeberpräsident Valentin Vogt gegenüber der Zeitung: «Bei vielen Branchen herrscht eine deutlich grössere Zuversicht.» Den Auslöser sieht er bei der erfreulichen Entwicklung in den wichtigsten Exportmärkten der Schweiz.

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Anstieg des BIP

Die globale Wirtschaft expandiert zurzeit mit der stärksten Rate seit 2011. Die lange Zeit schwächelnde Eurozone verzeichnet einen Anstieg des Bruttoinlandprodukts (BIP) von über 2 Prozent. Dass dieser Boom nicht früher auf die Schweiz übergriff, lag hauptsächlich am Frankenschock von Anfang 2015. Dieser hat die Exportindustrie, den Detailhandel und den Tourismus hart getroffen. Dafür kommen nun von der Industrie auch die stärksten Wachstumsimpulse.