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Prozess
Swatch scheitert mit Klage gegen UBS

Swatch gegen UBS: Der Konzern konnte sich mit seiner Klage nicht durchsetzen.   Keystone

Swatch ist mit der Forderung von Schadenersatz gegen die UBS gescheitert. Der Uhrenkonzern hatte das Geldhaus wegen Anlageverlusten vor Gericht gebracht. Doch die Klage wurde abgewiesen.

Veröffentlicht am 29.04.2014

Der Uhren- und Schmuckkonzern Swatch Group blitzt mit seiner Schadenersatzklage gegen die UBS vor dem Zürcher Handelsgericht ab. Das Bieler Unternehmen hatte die Grossbank wegen Anlageverlusten aus der Finanzkrise vor Gericht gebracht und eine Zahlung von 24,8 Millionen Franken eingefordert.

Swatch hatte im Mai und im Juni 2007 auf Anraten der UBS Anteile an einem Anlagefonds erworben, der damals etwa 46,9 Millionen Franken wert gewesen war. Wegen der Verwerfungen an den Finanzmärkten, die später im Jahr und 2008 erfolgten, verlor der Fonds beträchtlich an Wert.

Swatch fühlte sich fehlberaten

Die Swatch Group leitete daraufhin juristische Schritte gegen die Bank ein, weil sie sich fehlberaten fühlte. Das Handelsgericht qualifizierte das Rechtsverhältnis zwischen dem Uhrenkonzern und der UBS aber als Anlagevertrag, der den Entscheid über die Anlagen dem Kunden und nicht der Bank überlässt, wie mitgeteilt wurde.

Laut dem Gericht konnte die UBS die Finanzkrise und deren Auswirkungen nicht voraussehen. Die Empfehlung der Bank an den Westschweizer Konzern sei angemessen gewesen, wenn man die Risikobereitschaft der Swatch Group und deren Anlageziel berücksichtige.

Die Swatch Group sei eine sachkundige und erfahrene Anlegerin, die im Konzern selber direkt 2 Milliarden  Franken verwalte. Die Partner seien sich bei der Wahl der Anlagen «auf Augenhöhe» begegnet, hielt das Gericht weiter fest. Gegen den Entscheid des Handelsgerichts kann innert 30 Tagen Beschwerde ans Bundesgericht erhoben werden.

UBS sieht sich bestätigt

Die UBS sieht sich vom Urteil des Zürcher Handelsgerichts bestätigt, das eine Schadenersatzklage der Swatch Gruppe abgewiesen hat. «Der Entscheid des Handelsgerichts bestätigt unsere Position und befreit uns von den klägerischen Vorwürfen von Fehlverhalten.»

«Weitere Kommentare halten wir nicht für angemessen, da wir Gerichtsverfahren nicht in den Medien austragen oder kommentieren», erklärte Sprecherin Dominique Scheiwiller auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. «Wir verweisen auf den Text des Urteils, das vom Gericht öffentlich gemacht werden wird.»

(sda/me/dbe)

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