Nick Hayek, der Chef des Uhrenkonzerns Swatch, rechnet im laufenden Jahr mit lediglich einstelligen Wachstumsraten. Als Grund nannte er in einem Interview mit dem «Wall Street Journal» den anhaltend starken Schweizer Franken, welcher der Branche zu schaffen mache.

Das Geschäft der Gruppe mit Uhrenmarken wie Longines, Omega oder Tissot entwickle sich in diesem Jahr grundsätzlich gut, auch wenn der Schweizerische Uhrenverband einen deutlichen Rückgang der Uhrenexporte vermelden musste, sagte Hayek weiter. Trotz des negativen Währungseinflusses halte sich die Swatch Group sehr gut, doch mit dem starken Schweizer Franken werde Swatch 2015 nicht zweistellig wachsen.

In Euro sähe die Rechnung anders aus

Immerhin sind die Verkäufe der Gruppe im Juli 2015 gemäss Hayek trotz der ungünstigen Währungseffekte höher ausgefallen als im Jahr davor. «Würden wir in Euro rapportieren, dann wären die Umsätze zweistellig gewachsen.» Im Gegensatz dazu gingen die Schweizerischen Uhrenexporte, wie am (gestrigen) Donnerstag publiziert, im Juli um 9,3 Prozent zurück.

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Ende März anlässlich der Basler Uhrenmesse Baselworld rechnete Nick Hayek mit einer Umsatzsteigerung in Lokalwährungen am oberen Ende des Zielbereichs von 5 Prozent bis 10 Prozent.

(sda/mbü/ama/chb)