Sergio Bucher wird CEO der traditionsreichen britischen Warenhauskette Debenhams. Der schweizerisch-spanische Detailhandelsprofi wird das Unternehmen ab Oktober führen. Der hierzulande wenig bekannte Bucher kommt von Amazon, wo er für das europäische Modegeschäft verantwortlich war. Zuvor durchlief er Stationen bei Nike, Puma und Inditex.

Das traditionsreiche britische Unternehmen Debenhams erwirtschaftete 2015 mit 250 Ablegern in 27 Ländern einen Umsatz von 3,4 Milliarden Franken. Die Firma geriet zuletzt ins Schlingern. Bucher soll bei Debenhams die Online- und Offline-Kanäle besser vernetzen. Eine einfache Aufgabe wird das nicht. Debenhams ist in der Mitte des Marktes positioniert. Dort nagen dem Warenhaus Fast-Fashion-Anbieter wie Zara und H&M Anteile weg. Dafür aber ist Buchers Einsatz auf der Insel gut dotiert. 

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Zügel-Zustupf: 30'000 Pfund

Für Schweizer Verhältnisse unüblich, bei den Briten aber Usus: Über Lohn-Angelegenheiten wird sehr offen gesprochen. Bei der Bekanntgabe des Namens des neuen Chefs gab Debenhams gleich auch das komplette Salärpaket von Bucher bekannt. 

Wenn der Hispano-Schweizer gut performt, wird er seinen Fixlohn von 700'000 Pfund - rund eine Million Franken - verdreifachen können. Für seinen Umzug nach London stellt die Firma 30'000 Pfund bereit, in den ersten zwei Jahren an der Themse kann Bucher monatlich mit einer «Housing-Allowance»-Zuwendung von monatlich 5000 Pfund rechnen. London ist nun mal ein teures Pflaster. 

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