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Swiss: die Milchkuh der Lufthansa

Flüge der Swiss nach San Francisco laufen gut, Probleme gibt es in Europa (Bild: Keystone)

Gute Nachrichten bei der Swiss: Die Fluggesellschaft hat 2010 ihren operativen Gewinn um 152 Prozent auf 368 Millionen Franken erhöht. Sorgen bereiten jedoch Kurzstreckenflüge in Europa.

Veröffentlicht am 17.03.2011

Die Fluggesellschaft Swiss hat ihren operativen Gewinn im vergangenen Jahr auf 368 Millionen Franken gesteigert. Der Ertrag wuchs um neun Prozent auf 4,77 Millarden Franken, wie es in einem Communiqué hiess.

Die Flugzeuge der Swiss waren 2010 auch besser ausgelastet als 2009. Der Sitzladefaktor, mit dem man in der Branche das Verhältnis von geflogenen Kilometern zur Kapazität bezeichnet, erhöhte sich von 80,1 auf 82,3 Prozent - und das, obwohl die Swiss mehr Flüge angeboten hat. Besonders beliebt bei den Passagieren war auch die Strecke nach San Francisco, die die Airline erst seit Juni anbietet.

Sorgen bereiten der Swiss allerdings die Erträge auf den Kurzstrecken in Europa. Gemäss Medienmitteilung haben sich die durchschnittlichen Erträge pro Passagier im Vergleich zum Krisenjahr 2009 nicht erholt, der Wettbewerb hat sich weiter verschärft. Das Europageschäft bleibt daher laut Swiss-Chef Harry Hohmeister im Fokus für weitere Massnahmen.

Die Swiss hat damit auch wesentlich dazu beigetragen, dass auch die Muttergesellschaft der Swiss, der deutsche Lufthansa-Konzern im vergangenen Geschäftsjahr einen Gewinnsprung hingelegt hat. Das operative Ergebnis des deutschen Unternehmens belief sich 2010 auf 876 Millionen Euro, nach 130 Millionen Euro im Vorjahr. (tno/laf/sda)

 

 

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