Grösseren Flugzeuge, dadurch mehr Passagiere und mehr Umsatz: Die Swiss hat im ersten Quartal ihren Wachstumskurs fortgesetzt.

Der Umsatz liegt gemäss Mitteilung vom Donnerstag um 8 Prozent höher bei 1,18 Milliarden Franken. Der Betriebsgewinn hat sich von 35 Millionen Franken auf 106 Millionen Franken entwickelt. Grund für das hohe Wachstum ist aber unter anderem eine Änderung bei der Berechnung der entsprechenden Kennzahl.

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Effizientere Flugzeuge

Bereits 2017 hatte die Swiss dank der effizienteren Flotte ein Rekordergebnis verbucht. In den letzten zwei Jahren hat die Fluggesellschaft einen Teil der Airbus-Flotte und sämtliche Jumbolino-Flugzeuge durch effizientere Flugzeuge der Hersteller Bombardier und Boeing ersetzt. Im laufenden Jahr werden gemäss Mitteilung allerdings höhere Treibstoffpreise das Ergebnis belasten.

Die Kosten für die Expansion der Billig-Tochter Eurowings lasten auf dem Gewinn der Lufthansa: Das bereinigte operative Ergebnis stagnierte in den ersten drei Monaten des Jahres bei 26 Millionen Euro, wie die Lufthansa am Donnerstag mitteilte. Im Vorjahr waren es 25 Millionen Euro.

Dabei steigerten die Fluglinien Lufthansa und Swiss ihre Ergebnisse deutlich, das Fracht-Geschäft verbuchte einen Gewinnsprung. Eurowings wies dagegen einen operativen Verlust aus. Der Lufthansa-Konzern verfehlte mit seinen Zahlen deutlich die Erwartungen der Analysten. Vorbörslich gingen die Aktien der Airline in den Sinkflug. Die Gewinnprognose für das Gesamtjahr bestätigte Lufthansa.

Einmalige Kosten

Die Lufthansa hatte gut die Hälfte der 144 Flugzeuge des pleitegegangenen Konkurrenten Air Berlin übernommen, um Eurowings auszubauen. Doch die Expansion kostet Geld. Bei dem Billigflieger seien «signifikante Einmalkosten» angefallen, räumte Lufthansa ein. Der operative Verlust summierte sich damit im Quartal auf 203 Millionen Euro. «Auch in den kommenden Monaten werden Einmalkosten die Entwicklung der Stückkosten von Eurowings weiter belasten», teilte Lufthansa mit.

Die Umsätze des Konzerns schrumpften im Quartal leicht um 0,7 Prozent auf 7,64 Milliarden Euro. Grund dafür ist eine Umstellung in der Bilanz auf den neuen Rechnungslegungsstandard IFRS 15. Ohne diesen Effekt wären die Umsatzerlöse um 4,5 Prozent gestiegen.

Von Reuters befragte Analysten hatten mit Erlösen von 8,2 Milliarden Euro und einem Betriebsgewinn von 81,3 Millionen Euro gerechnet. An der Prognose für das Gesamtjahr hält der Vorstand fest: Das bereinigte Ebit dürfte 2018 leicht unter dem Wert des Vorjahres von knapp drei Milliarden Euro liegen. Abstriche machte der Konzern aber bei seiner Prognose für das organische Angebotswachstum: Diese reduzierte der Konzern um einen Prozentpunkt auf sechs Prozent. 

(reuters/sda/tdr/mbü)