Mit dem Ausbau des Standorts Genf steigt die Swiss in den Ring mit Easyjet - mit Folgen für die Preispolitik. Wie Recherchen der «SonntagsZeitung» ergaben, will die Swiss aus der Westschweiz zusätzliche Tarife anbieten. Geplant seien günstigere Flugtickets für Kunden, die nur mit Handgepäck reisten. Auch One-Way-Tickets bislang auf ausgewählten Strecken erhältlich würden dann auf breiter Front angeboten.

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Swiss-Sprecherin Susanne Mühlemann wollte die Pläne im Detail gegenüber der SoZ nicht bestätigen, räumt aber ein, dass das Angebot flexibilisiert werden soll. «Wir überprüfen auch die Tarifstrukturen aus Genf.» Bekannt geben wolle die Lufthansa-Tochter die Details ihrer Genf-Offensive sowie neue Destinationen innerhalb der nächsten Wochen.

Easyjet als bisheriger Platzhirsch

Mit den Handgepäcktarifen spricht die Swiss laut SoZ gezielt Easyjet-Kunden an. Die Standardtickets der Billig-Airline, derzeit Platzhirsch in Genf mit über 50 Destinationen, beinhalten keine Gepäckaufgabe. Für den aufgegebenen Koffer bezahlt der Reisende extra: Auf der Strecke Genf-London muss er für ein 20 Kilogramm schweres Gepäckstück derzeit rund 20 Franken berappen.

Wann die neue Tarifstruktur eingeführt werde, sei noch nicht bekannt, Insidern zufolge dürfte sie aber zügig kommen. Für den Aufbau der Genfer Basis mit eigener Crew habe sich Swiss-Chef Harry Hohmeister dagegen noch bis Ende Jahr Zeit gegeben. Auch die Einführung von Punkt-zu-Punkt-Flügen im Gegensatz zu Umsteigeverbindungen wie in Zürich werde voraussichtlich erst zum Sommerflugplan 2014 erfolgen.

(vst/awp)