Das Kabinenpersonal der Swiss hat einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) abgelehnt. Hauptgrund sei der Spardruck, unter dem das Personal leide, sagte Denny Manimanakis, der Präsident der Gewerkschaft des Kabinenpersonals (Kapers).

Manimanakis bestätigte einen Bericht der Zeitung «Blick» vom Samstag. Es gebe diverse Forderungen, sagte er. «Es geht um bessere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen und bessere Bedingungen für die Pensionierung.» Kapers habe den Gesamtarbeitsvertrag bei einer Stimmbeteiligung von 84 Prozent mit grossem Mehr abgelehnt.

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Swiss nimmt Nein zur Kenntnis

Der Verband will laut Manimanakis kommende Woche das Gespräch mit der Swiss suchen. Dass der GAV abgelehnt worden sei, bestätigte auch Swiss-Sprecherin Susanne Mühlemann, ohne das Votum zu kommentieren. Die Swiss nehme das Nein zur Kenntnis und werde das weitere Vorgehen in den kommenden Wochen mit Kapers besprechen.

Es ist nicht das erste Nein zu einem Swiss-GAV: Mitte März hatten die im Verband Aeropers organisierten Langstrecken-Piloten einen neu ausgehandelten GAV14 abgelehnt. Und im November 2013 brachen die Arbeitnehmerorganisationen des Bodenpersonals die Verhandlungen über einen neuen Gesamtarbeitsvertrag ab.

Management nicht zu Konzessionen bereit

Die Swiss verlange markante Verschlechterungen und zeige sich nicht zu Konzessionen bereit, hiess es damals seitens der Vertreter des Bodenpersonals. Swiss-Sprecherin Mühlemann betonte am Samstag, dass mit allen Personalverbänden Gespräche liefen. Auch seien die bestehenden Gesamtarbeitsverträge noch in Kraft.

(sda/vst)