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Swiss Life schmelzen die Prämieneinnahmen weg

Swiss Life muss einen Rückgang von Prämieneinnahmen hinnehmen. (Bild: Keystone)

Schlechte Nachrichten für Swiss Life: Der Lebensversicherer muss für das erste Quartal geringere Bruttoprämieneinnahmen vermelden. Nichtsdestotrotz zeigt sich Konzernchef Bruno Pfister mit dem Ergebni

Veröffentlicht am 08.05.2012

Die Swiss Life hat im ersten Quartal 2012 bei den Bruttoprämieneinnahmen und Einlagen von Versicherungsnehmern einen Rückgang hinnehmen müssen. Das Volumen verringerte sich um vier Prozent auf 6,26 Milliarden Franken. In Lokalwährungen resultierte ein Rückgang um zwei Prozent, wie der Lebensversicherer meldete.

Damit hat Swiss Life die Erwartungen der Analysten verfehlt. Die Bank Vontobel hatte im Vorfeld einen Rückgang auf 6,66 Milliarden und Kepler auf 6,75 Milliarden erwartet. Dennoch zeigt sich CEO Bruno Pfister in der Mitteilung mit der Geschäftsentwicklung im ersten Quartal zufrieden. Insbesondere in strategisch wichtigen Geschäftsbereichen habe die Swiss Life ihre Marktstellung gefestigt. «Unsere Strategie des profitablen Wachstums und unsere Anstrengungen im Rahmen des Unternehmensprogramms Milestone bewähren sich gerade in diesem äusserst schwierigen Marktumfeld.»

In der Schweiz stiegen die Erträge dank der Entwicklung in der beruflichen Vorsorge um zwei Prozent auf 4,34 Milliarden Franken. Mühe bekundete Swiss Life in Frankreich, wo die Einnahmen um zehn Prozent auf 1,08 Milliarden zurückgegangen sind. Das Wachstum im Krankenversicherungsgeschäft konnte dabei den Rückgang im Lebengeschäft teilweise kompensieren. In Deutschland ging das Volumen um drei Prozent auf 453 Millionen zurück, allerdings ergab sich in Lokalwährungen ein Plus von drei Prozent.

Im Segment Versicherungsgeschäft International, wo das Geschäft mit Versicherungsmänteln (PPLI) einen sehr wichtigen Teil ausmacht, gingen die Einnahmen aufgrund hoher Vorjahreswerte erneut stark zurück. Sie sanken um 29 Prozent (-27 Prozent in LW) auf 419 Millionen Franken. Beim AWD sanken der Umsatz um 18 Prozent 111,1 Millionen Euro.

Das Anlageresultat sei derweil «ausgezeichnet» ausgefallen, heisst es weiter. Die Nettoanlagerendite auf dem Versicherungsportefeuille habe sich im Tiefzinsumfeld und unter volatilen Marktbedingungen im Rahmen der Erwartungen positiv entwickelt und betrage auf nicht annualisierter Basis 0,9 Prozent (VJ 1,0 Prozent). Die Solvabilitätsquote der Gruppe lag per Ende März bei 214 Prozent nach 213 Prozent per Ende 2011.

(muv/chb/awp)

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