Der Lebensversicherer Swiss Life hat im vergangenen Jahr den Reingewinn verglichen mit dem Vorjahr um 8 Prozent auf 606 Millionen Franken gesteigert. Das Unternehmen verdanke dies dem Anlageergebnis und dem Sparprogramm, dass 2009 angekündigt worden war, hiess es in einer Mitteilung.

Konzernchef Bruno Pfister gibt sich trotz eines rauen Umfelds optimistisch: «Die erneut gesteigerte operative Schlagkraft ermöglicht es uns, unsere starke Marktposition auch im aktuellen Umfeld weiter auszubauen», liess er in einem Communiqué mitteilen. Die Aktionäre erhalten wie im Vorjahr 4,50 Franken Dividende pro Aktie.

Im Schweizer Markt, aus dem nicht ganz die Hälfte der Einnahmen stammen, wuchs Swiss Life um 6 Prozent und wies Prämien von 8,1 Milliarden Franken aus. Insgesamt fielen die Einnahmen aber um 10 Prozent: Bis Ende Dezember sammelte der schwerpunktmässig in Europa tätige Konzern insgesamt 17,1 Milliarden Franken an Prämien ein.

Kein Vorteil mehr durch den Scudo

Sowohl in Frankreich als auch in Deutschland, den wichtigsten Auslandsmärkten der Gruppe, gingen die Einnahmen zurück. Im Geschäft mit vermögenden Privatkunden, die grosse Summen in steuergünstige «Versicherungsmäntel» einzahlen, zeigen die Zahlen sogar ein markantes Absacken der Einnahmen.

Dafür mitverantwortlich ist allerdings auch das überdurchschnittliche Ergebnis im Vorjahr. 2010 hatte der Lebensversicherer noch stark von der italienischen Steueramnestie, dem Scudo, profitiert. Dieser ermöglichte es reichen Italienern, viel Geld in Versicherungsmänteln anzulegen.

(chb/tno/sda)

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