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Kooperation
Swiss Life und Valiant wollen zusammenspannen

Versicherer und Regionalbankengruppe: Swiss Life liebäugelt mit Bank Valiant. (Bild: Keystone)

Swiss Life will offenbar zurück ins Bankgeschäft: Dafür strebt der Versicherer eine strategische Partnerschaft mit der Bank Valiant an. Dabei geht es nicht nur um die Vermarktung von Finanzprodukten.

Veröffentlicht am 12.05.2013

Die Bank Valiant und der Versicherer Swiss Life haben Verhandlungen über eine strategische Kooperation aufgenommen. Die beiden Institute loten Möglichkeiten für eine enge Zusammenarbeit bei der Vermarktung und dem Vertrieb von Finanzprodukten aus. Gemäss Informationen der Zeitung  «Schweiz am Sonntag» ist zudem eine strategische Beteiligung der Swiss Life an der Berner Regionalbankengruppe Gegenstand der Verhandlungen.

Die Unternehmen nahmen zu den Informationen keine Stellung. Das Engagement bei Valiant bedeutet für Swiss Life eine Teilrückkehr ins Banking. Die Börse bewertet die Regionalbankengruppe derzeit mit 1,2 Milliarden Franken. Der Kurs der Aktie brach vor einem Jahr von 110 auf 75 Franken ein. Seit dem Antritt von VR-Präsident Jürg Bucher Anfang Jahr verharrt er bei 85 Franken. 

Valiant befindet sich im Umbruch. Vor einem Monat wurde bekannt, dass auch der langjährige CEO Michael Hobmeier das Unternehmen verlässt. Die Suche nach einem neuen CEO ist offiziell voll im Gang. So führt Headhunter Sandro Gianella noch in diesen Tagen Gespräche mit Kandidaten und soll dafür ein Honorar von 300 000 Franken beziehen.

Doch der Suchprozess ist eine Farce, wie ein mit den Vorgängen vertrauter Insider gegenüber der «Schweiz am Sonntag» sagt. Denn intern sind die Würfel bereits gefallen. Recherchen zeigen, dass Postfinance-Topmann Armin Brun als CEO bei Valiant im Gespräch ist. Brun kennt Jürg Bücher bestens, den langjährigen Chef von Postfinance, der seit Anfang Jahr Valiant-Präsident ist.

(aho)

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