1. Home
  2. Unternehmen
  3. Swiss Life wächst und kauft zu

Anstieg
Swiss Life wächst und kauft zu

Dach des Swiss-Life-Sitzes in Zürich: Prämieneinnahmen steigen.   Keystone

Der Schweizer Lebensversicherer hat in den ersten sechs Monaten mehr verdient – vor allem der Reingewinn liegt über den Erwartungen. In Deutschland wird im Bereich Liegenschaften expandiert.

Veröffentlicht am 13.08.2014

Der Versicherer Swiss Life hat im ersten Halbjahr 2014 mehr eingenommen und verdient. Das Prämienvolumen nahm um 4,2 Prozent auf 10,8 Milliarden Franken zu. Unter dem Strich erzielte der zweitgrösste Lebensversicherer der Schweiz einen Gewinn von 487 Millionen Franken. Das sind 3,1 Prozent mehr als im Vorjahr.

Der Betriebsgewinn sank dagegen leicht um 1,6 Prozent auf 677 Millionen Franken, wie die Swiss Life am Mittwoch bekannt gab. Damit hat der Konzern die Erwartungen der Finanzgemeinde beim Betriebsgewinn in etwa erfüllt, beim Reingewinn aber übertroffen.

Analysten hatten gemäss der Nachrichtenagentur AWP im Durchschnitt mit einem Betriebsgewinn von 680 Millionen Franken und einem Reingewinn von 466 Millionen Franken gerechnet.

Hohe Steigerung im internationalen Geschäft

Die grösste Gewinnsteigerung gelang im internationalen Geschäft, wo die Swiss Life ihr Ergebnis von 8 Millionen auf 18 Millionen Franken steigern konnte. Auch in Frankreich kletterte der Gewinn um über ein Viertel auf 118 Millionen Franken, während das Ergebnis in Deutschland lediglich um 1 Prozent auf 50 Millionen Franken wuchs.

Dagegen war das Schweizer Geschäft weniger profitabel. Im Heimmarkt konnte die Swiss Life zwar die Prämien um 11,5 Prozent auf 6,6 Milliarden Franken erhöhen. Aber der Gewinn tauchte von 472 Millionen auf 407 Millionen Franken. Allerdings war im Vorjahr ein einmaliger Sondereffekt von 60 Millionen Franken angefallen wegen eines neuen Rechnungslegungsstandards zur Bewertung von Immobilienportfolios.

Bei den Immobilien setzt die Swiss Life zur Expansion an. Sie übernehme den deutschen Liegenschaftsdienstleister Corpus Sireo mit Sitz in Köln für 210 Millionen Euro, teilte sie mit. Das Unternehmen verwaltet an elf Standorten in Deutschland und Luxemburg Immobilien im Wert von rund 16 Milliarden Euro und erzielt einen Umsatz von rund 160 Millionen Euro.

(awp/vst)

Anzeige