1. Home
  2. Unternehmen
  3. «Swiss Made»: Uhrenindustrie hat genug von Economiesuisse

«Swiss Made»: Uhrenindustrie hat genug von Economiesuisse

Jean-Daniel Pasche: «Swiss Made» ist wichtiger als Economiesuisse. (Bild: Keystone)

Der Verband der Schweizer Uhrenindustrie ist mit dem «Swissness»-Dossier von Economiesuisse höchst unzufrieden. Nun kommt es zum Bruch.

Veröffentlicht am 28.02.2013

Der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie FH will auf Ende Jahr aus dem Wirtschaftsdachverband Economiesuisse austreten. Der Vorstand ist mit den Leistungen und der Position von Economiesuisse im «Swissness»-Dossier nicht zufrieden.

Dabei geht es um den Schutz des Labels «Swiss Made». Economiesuisse ist gegen den Vorschlag des Bundesrates, wonach dafür bei industriellen Produkten mindestens ein Wertanteil von 60 Prozent aus der Schweiz stammen soll. Economiesuisse blockiere damit nicht nur die Stärkung des «Swiss Made»-Labels, sondern schwäche es sogar, schreibt die FH.

Die FH betont indessen, dass die Meinungsverschiedenheiten sich nicht auf die Abzocker-Initiative beziehen. Wie Economiesuisse, welche die Gegenkampagne führt, lehnt die FH die Initiative ab und unterstützt den Gegenvorschlag.

Economiesuisse will weiter mit Uhrenverband reden

Economiesuisse will mit dem Verband der Uhrenindustrie FH im Gespräch bleiben. Im Zwist um die Swissness-Vorlage akzeptiert die Organisation der Schweizer Unternehmen aber keine branchenspezifischen Sonderwünsche, die für alle Sparten gelten sollen.

Economiesuisse hat sich gegen den Vorschlag des Bundesrates ausgesprochen, das Label «Swiss Made» mit der Auflage zu schützen, mindestens 60 Prozent des Wertanteils müssten aus der Schweiz stammen.

Economiesuisse unterstützt diese 60-Prozent-Regelung speziell für die Uhrenindustrie. Der Dachverband sei aber dagegen, dass die Richtlinie anderen Branchen aufgezwungen werde, hiess in einer Stellungnahme.

Economiesuisse nehme die Austrittsankündigung des Uhrenverbands mit Bedauernd zur Kenntnis, hiess es weiter. Über die künftige Art und Weise der Zusammenarbeit nehmen die beiden Organisationen Gespräche auf. Geplant ist laut Economiesuisse, weitere Informationen dazu noch vor der Sommerpause bekanntzugeben.

(chb/aho/sda)

Anzeige