Die Swiss will wahrscheinlich drei Destinationen aufgeben. «Voraussichtlich werden die drei Verbindungen nach Ljubljana, Riga und Toulouse eingestellt», sagte Swiss-Chef Harry Hohmeister in einem Interview mit der «Berner Zeitung» und diversen Zürcher Regionalzeitungen vom Montag.

«Dafür nehmen wir im nächsten Jahr die Destination Alicante neu in den Flugplan auf», sagte Hohmeister, der nach sechs Jahren an der Swiss-Spitze in die Konzernleitung der Muttergesellschaft Lufthansa wechselt. Dort übernimmt er die kommerzielle Steuerung der Luftverkehrsdrehkreuze der Gruppe, Frankfurt, München, Zürich und Wien.

Öfters nach Berlin

«Verbindungen, die nicht nachgefragt werden, geben wir zugunsten von neuen oder sehr erfolgreichen Destinationen wieder auf», begründet der noch-Swiss-Chef den Entscheid.

Welche Destinationen besonders erfolgreich sind, will Hohmeister nicht verraten, er sagt aber, welche Ziele häufiger angeflogen werden – ein Indiz für Erfolg: «Beispiele sind Berlin, Valencia, Krakau, Neapel, Bari, Bilbao, Brindisi und Thessaloniki».

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Stabiles Gewinnniveau

Hohmeister hält sich auch bedeckt, was die Profitabilität der Airline betrifft. «Die Swiss muss pro Jahr 500 Millionen Franken Gewinn machen», sagt er, «um langfristig investitionsfähig bleiben zu können.» Anders seien die Milliardeninvestitionen in modernere Flugzeuge, Flughafenlounges und neue IT-Systeme nicht finanzierbar.

«Gewinne unter 500 Millionen sind insofern schlechte Zeiten», sagt Hohmeister – und zeigt sich zuversichtlich, dass die Airline dieses Niveau halten kann.

(ise, mit awp/sda/mbü)