1. Home
  2. Unternehmen
  3. Swiss-Passagiere in Genf sollen für Essen zahlen

Luftfahrt
Swiss-Passagiere in Genf sollen für Essen zahlen

Bei der Swiss läuft seit einiger Zeit die Debatte, auf Kurzstreckenflügen die kostenlose Verpflegung abzuschaffen. Nun lässt Chef Klühr durchblicken, dass er dies in Genf vorhat.

Von Tim Höfinghoff
am 11.07.2017

Schon seit einigen Monaten gibt es bei der Fluggesellschaft Swiss International Air Lines die Debatte, Kunden für Essen und Trinken an Bord auf Europaflügen zahlen zu lassen. Nun lässt Swiss-Chef Thomas Klühr durchblicken, dass dies tatsächlich bald Realität werden könnte: «Wir überprüfen ein adjustiertes Bordprodukt für Genf. Es gibt die Überlegung, dass Economy-Passagiere in Genf auf der Kurzstrecke für die Verpflegung an Bord bezahlen», sagte Klühr im Gespräch mit Journalisten am Dienstag. Schon 2018 könnte es soweit sein, so der Swiss-Chef.

Dass Airlines ihre Kunden für Essen und Trinken an Bord zahlen lassen, ist grundsätzlich nicht neu. Bei Billigfliegern ist dies zum Beispiel längst Standard. Auch traditionelle Airlines wie British Airways haben sich im Europageschäft zu diesem Schritt entschieden. Im Kern geht es darum, Kosten zu senken, zumal die Anbieter sich einen harten Konkurrenzkampf leisten.

Swiss abgeschlagen hinter Easyjet

Dass nun auch die Swiss zu diesem Schritt bereit zu sein scheint, zeigt, wie stark der Wettbewerbsdruck für die Airline am Standort Genf ist. Dort steckt sie in den roten Zahlen und ist abgeschlagen hinter dem Marktführer Easyjet.

Dem Vernehmen nach plant Swiss allerdings nicht, ihre Pläne in Sachen Verpflegungs-Bezahlung auf den Standort Zürich auszuweiten. Das würde allerdings zu der etwas ungewöhnlichen Situation führen, dass Economy-Passagiere auf Europaflügen in Zürich nicht zusätzlich für Essen und Trinken zahlen müssten - in Genf hingegen schon.

In der Debatte, ob Swiss langfristig am Standort Genf festhält, sagte Klühr: «Genf ist ein sehr attraktiver Markt und die Lufthansa-Gruppe wird diesen Markt auf jeden Fall weiter bedienen. Ich bin überzeugt, dass die Swiss als Homecarrier der Schweiz dafür die beste Lösung wäre.»

C-Series ideal für Genf

Ausserdem peilt Klühr die Gewinnzone an: «Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir in Genf ab Ende 2018 eine schwarze Null schaffen werden.» Helfen soll dabei auch der neue Swiss-Flieger vom Typ C-Series: «Die C-Series mit bis zu 145 Sitzen ist ideal für den Standort Genf. Das ist das optimale Flugzeug, sowohl für die Winter- als auch Sommersaison.»

So fliegt die Schweiz:

Anzeige