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Swiss Prime Site übernimmt CS-Tochter

Der zukünftige Prime-Tower entsteht unter der Führung von Swiss Prime Site. (Bild: Keystone)

Hochzeit in der Schweizer Immobilienbranche: Swiss Prime Site übernimmt den Immobilienentwickler Wincasa. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Veröffentlicht am 13.09.2012

Das Immobilienunternehmen Swiss Prime Site (SPS) übernimmt den Immobilienentwickler Wincasa von der Credit Suisse. Damit verschafft sich SPS einen noch direkteren Zugang zu den regionalen Immobilienmärkten.

Ausserdem verstärke das Unternehmen dadurch die Ausgangslage für die Projektentwicklungen und Akquisitionen, wie SPS mitteilte. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Wincasa zählt 670 Mitarbeiter

SPS könne mit dem Erwerb zudem eine Diversifikation der Ertragsquellen bei gleichzeitiger Erweiterung der Wertschöpfungstiefe erreichen. Der erwartete jährliche Gewinnbeitrag auf Konzernstufe wird auf rund acht Millionen Franken veranschlagt. Wincasa werde «grundsätzlich» als eigenständige Tochtergesellschaft in der heutigen Konstellation belassen.

Der Vollzug der Transaktion sei vorbehältlich der Zustimmung der Wettbewerbskommission auf Ende Oktober 2012 geplant. Wincasa zählt den Angaben zufolge mit über 670 Mitarbeitenden und 171'000 betreuten Objekten zu den führenden Immobiliendienstleistern der Schweiz.

Als neuer Chef werde Oliver Hofmann per 1. März 2013 zu Wincasa stossen. Sein Vorgänger Beat Schwab werde das Unternehmen wie bereits früher angekündigt per Ende Oktober 2012 verlassen. Er habe sich jedoch bereit erklärt, bis zum Eintritt seines Nachfolgers die Funktion als CEO in einem Teilpensum weiterzuführen.

Derweil hat SPS im ersten Halbjahr 2012 die Mieterträge mit 204,2 Millionen Franken in etwa auf dem Vorjahresniveau gehalten. Die Neubewertung der Immobilien stieg dagegen um 68 Prozent auf 130,4 Millionen Franken, wie das Immobilienunternehmen mitteilt. Das Betriebsergebnis auf Stufe EBIT inklusive dieser Neubewertungseffekte kam bei 291,8 Millionen Franken zu liegen, entsprechend einer Zunahme um 21 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Unter Ausklammerung der Neubewertungseffejte resultierte ein EBIT von 161,4 Millionen Franken, 1,4 Prozent weniger als in der Vorjahresperiode.

Positiv entwickelte sich der Reingewinn, der sich um 18 Prozent auf 180,3 Millionen Franken verbesserte. Mit den Zahlen hat das Unternehmen die Erwartungen der Analysten verfehlt. Beim Mietertrag lagen die Konsensschätzungen bei 207,3 Millionen Franken und beim Gewinn bei 98,5 Millionen Franken. Wie es weiter heisst, sei die Veränderung zum Vorjahr vorwiegend durch den im Jahr 2011 verbuchten, einmaligen Ertrag von rund 10 Millionen Franken aus den assoziierten Unternehmen begründet.

Für das Gesamtjahr 2012 bleibt das Unternehmen grundsätzlich optimistisch und rechnet mit einer fortgesetzt hohen Vermietungsrate. Die Ertragsausfälle werden in einer Bandbreite von 5 bis 5,5 Prozent der Sollmietzinseinnahmen erwartet. Beim EBIT und Reingewinn (vor Neubewertungs- und Einmaleffekten) sei zu erwarten, dass die Zahlen den Vorjahresstand erreichen oder leicht übertreffen. Zu dieser positiven Einschätzung gelangt SPS aufgrund der ausgezeichneten Standort- und Objektqualität des Immobilienportfolios sowie der intakten konjunkturellen Rahmenbedingungen, so die Mitteilung.

(muv/jev/sda/awp))

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