Die Immobiliengesellschaft Swiss Prime Site (SPS) hat im ersten Quartal des Jahres zwar leicht mehr Geld eingenommen, unter dem Strich aber deutlich weniger verdient. Der Gewinn sank im Vergleich zum Vorjahresquartal um 6,2 Prozent auf 54,5 Millionen Franken.

Der Betriebsertrag nahm hingegen gegenüber der Vorjahresperiode um 1,3 Prozent auf 214,1 Millionen Franken zu, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Die Eigentümerin des Zürcher Hochhauses Prime Tower profitierte unter anderem von höheren Mieteinnahmen.

Weniger Ertrag aus Jelmoli und Gastronomie

Der Ertrag aus der Vermietung von Liegenschaften stieg um 4,4 Prozent auf 113,0 Millionen Franken an. Die Leerstandsquote betrug 7,0 Prozent nach 6,7 Prozent im Vorjahresquartal. Deutlich gestiegen mit einem Plus von 8,8 Prozent ist auch der Ertrag aus Immobiliendienstleistungen (24,9 Millionen Franken).

Aus dem Detailhandel mit dem Zürcher Warenhaus Jelmoli und der Gastronomie flossen mit 32,3 Millionen Franken hingegen fast 10 Prozent weniger Ertrag. Das Restaurant Clouds im Prime Tower will die Swiss Prime Site wie bereits angekündigt zur Jahresmitte an die Candrian Catering AG übergeben.

Rückgang bei Altersresidenzen

Ebenfalls stark rückläufig waren die Einnahmen aus den Altersresidenzen: Der Ertrag aus Leben und Wohnen im Alter betrug 38,2 Millionen Franken und damit 8,4 Prozent weniger als im Vorjahresquartal. Der Rückgang sei hauptsächlich auf den Verkauf der Permed AG im März 2014 zurückzuführen, schreibt das Unternehmen.

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Die verbreiterte Ertragsbasis liess das Ergebnis auf Stufe Ebit um 3,1 Prozent auf 86,7 Millionen Franken ansteigen, während unter dem Strich mit 54,5 Millionen Franken 6,2 Prozent weniger als im Vorjahresquartal herausschaute. Damit hat das Unternehmen die Analysten-Schätzungen beim Mietertrag getroffen und bei den Gewinnzahlen übertroffen.

Kapitalerhöhung geplant

Ende Mai will das Unternehmen eine Kapitalerhöhung durch die Ausgabe von maximal 5'970'131 Aktien durchführen, wie es am Mittwoch weiter bekannt gab. Der erwartete Bruttoerlös von rund 424 Millionen Franken soll die Eigenkapitalbasis stärken und unter anderem für die Finanzierung aktueller Entwicklungs- und Bauprojekte verwendet werden.

Für das laufende Geschäftsjahr gibt sich Swiss Prime Site optimistisch. Betriebsgewinn (Ebit) und Reingewinn vor Neubewertungseffekten werden über Vorjahresniveau erwartet, wie die Firma mitteilte.

(sda/dbe)