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Swiss Re bleibt von Katastrophen verschont

Swiss Re in Zürich: Keine Katastrophen heisst mehr Gewinn. Keystone

Rückversicherer Swiss Re hat im ersten Quartal die Erwartungen der Analysten deutlich übertroffen. Während die Prämien auf Vorjahresniveau stagnierten, ging der Gewinn durch die Decke.

Veröffentlicht am 30.04.2015

Der Rückversicherer Swiss Re hat im ersten Quartal einen Gewinn in der Höhe von 1,44 Milliarden Dollar erzielt. Das sind 17 Prozent mehr als im Vorjahr, wie die Gruppe in der Mitteilung vom Donnerstag schreibt. Die verdienten Prämien blieben mit 7,56 Milliarden in etwa auf Vorjahresniveau stehen.

Swiss Re sei in einem nach wie vor sehr anspruchsvollen Markt- und Zinsumfeld profitabel gewachsen, wird CEO Michel Liès in der Mitteilung zitiert. Dabei gelang vor allem in der Sparte Life&Health ein deutlicher Anstieg des Ergebnisses auf 277 Millionen Dollar von 64 Millionen in der Vorjahresperiode. Die operative Marge ging jedoch um 0,5 Prozentpunkte auf 9,6 Prozent leicht zurück.

Life&Health gut auf Kurs

Mit einer Eigenkapitalrendite von 17,2 Prozent (VJ 4,4 Prozent) sei Life&Health gut auf Kurs, um das Ziel von 10-12 Prozent zu erreichen. Auch ohne realisierte Kapitalgewinne, Absicherungsgewinne sowie die positive Wechselkursentwicklung wäre die Rendite mit 11,6 Prozent im Zielbereich zu liegen gekommen.

Im wichtigsten Standbein, der Sach- und Haftpflicht-Rückversicherung (P&C), nahmen die verdienten Prämien leicht ab auf 3,77 Milliarden Dollar (3,81 Milliarden). Die Combined Ratio hat sich zwar verschlechtert, liegt mit 84,4 Prozent (VJ 79,2 Prozent) aber immer noch auf einem tiefen und damit guten Niveau.

Prognosen beim Gewinn deutlich übertroffen

Swiss Re hat mit den Kennzahlen die Vorgaben der Analysten beim Gewinn deutlich übertroffen und bei den verdienten Prämien erreicht. Im Vorfeld gingen die Auguren im Durchschnitt (AWP-Konsens) von einem Gewinn von 1,05 Milliarden Dollar, verdienten Prämien von 7,57 Milliarden und einer Combined Ratio P&C von 83,6 Prozent aus.

Im Ausblick sieht sich die Swiss Re mit dem Erreichen der 5-Jahresziele bis Ende 2015 weiterhin auf Kurs. Die Eigenkapitalrendite lag mit 16,1 Prozent über dem Ziel. Ab 2016 soll dann die Eigenkapitalrendite über den Versicherungszyklus um 700 Basispunkte über der Rendite zehnjähriger und nicht mehr der fünfjährigen US-Staatsanleihen liegen.

Preisqualität weiter attraktiv

In der April-Erneuerungsrunde, in der die Erneuerung von Verträgen in Asien im Vordergrund steht, nahm das Volumen um 7 Prozent zu. Dabei habe sich die Preisqualität weiterhin auf attraktivem Niveau bewegt, so die Mitteilung.

(awp/gku)

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