Der Schweizer Rückversicherer Swiss Re hat im zweiten Quartal 83 Millionen US-Dollar verdient. Nach 960 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum bedeutet das ein Minus von 91 Prozent. «Das Ergebnis wurde durch den Verlust von 1 Milliarde US-Dollar aus dem Verkauf des US-Admin-Re-Geschäfts beeinträchtigt», schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung.

Den Verkauf der Admin-Re-Geschäfte gegen eine Barzahlung von 600 Millionen Dollar an Jackson National Life Insurance hatte der Konzern schon Ende Mai bekannt gegeben und dabei über einen zu erwartenden Abschreibungsverlust informiert. Über die Abteilung Admin Re verwaltet Leben- und Krankenversicherungsprodukte, die von Erstversicherern nicht mehr verkauft werden.

In der klassischen Rückversicherung profitierte die Swiss Re davon, dass es im Quartal wenig Naturkatastrophenschäden gab. Dazu konnte das Unternehmen Rückstellungen aus früheren Jahren auflösen.

Der Anteil von Schadenleistungen und Verwaltungskosten am Prämienvolumen betrug im Quartal 85,7 Prozent. Im zweiten Quartal 2011 waren das Verhältnis mit 81,4 Prozent noch besser gewesen.

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Swiss-Re-Konkurrent Munich Re hatte mit einem Gewinnplus von knapp 10 Prozent die Erwartungen übertroffen.

(tno/muv/sda)