Der Rückversicherer Swiss Re hat im dritten Quartal einen Reingewinn von 1,07 Milliarden Dollar erzielt. Das ist weniger als im Vorjahr, als ein Sondereffekt das Ergebnis stützte. Die Swiss Re musste zwischen Juli und September mehr für Schäden zahlen, wurde aber von einem guten Ergebnis der Kapitalanlagen gestützt.

Die Veräusserung geschlossener Versicherungsblocks in den USA hatte dem zweitgrössten Rückversicherer der Welt im Vorjahr 823 Millionen Dollar eingebracht. Deswegen hatte er für das dritte Quartal 2012 insgesamt 2,18 Milliarden Dollar Gewinn angemeldet.

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Deutsche Hagelstürme vermiesen Ergebnis

Die verdienten Prämien der Swiss Re beliefen sich zwischen Juli und September auf 7,48 Milliarden Dollar, ein Plus von 14 Prozent, wie mitgeteilt wurde. Gemessen an den Einnahmen betrug die Belastung aus Schäden und internen Kosten 80,9 Prozent.

Im Vorjahr hatte die so genannte Combined Ratio bei sehr tiefen 69,3 Prozent gelegen. Damals hatte der Rückversicherer kaum Schadenlasten zu tragen und dazu liess er in vergleichsweise grossem Umfang nicht mehr benötigte Reserven ins Ergebnis einfliessen, was die Schadenbilanz deutlich verbesserte.

Im nun abgeschlossenen Quartal sieht die Situation anders aus: Hagelstürme im Norden und Süden Deutschlands im vergangenen Juli hatten bei der Swiss Re Kosten von rund 240 Millionen Dollar verursacht, wie bereits im September mitgeteilt wurde.

(sda/chb/aho)