Swiss Re will die Präsenz in Afrika ausbauen. Wie die nigerianische Zeitung Vanguard berichtet, führt der Rückversicherer derzeit Gespräche über die Übernahme einer Minderheitsbeteiligung an einer nigerianischen Versicherungsgesellschaft.

Die Gespräche befänden sich allerdings noch in einer frühen Phase, sagte Frank O'Neill, Leiter der Region Middle East & Africa bei Swiss Re, der Zeitung am Rande des in Kapstadt stattfindenden World Economic Forum Africa. Den Namen der nigerianischen Gesellschaft nannte er nicht.

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Erstversicherer im Blick

«Wir möchten gerne stärker in Ländern wie Nigeria investieren», so O'Neill weiter. Die Herausforderungen seien jedoch die bereits hohen Bewertungen bei möglichen Übernahmekandidaten. «Wir suchen nach den richtigen Partnern zu einem Preis, der Sinn macht.»

Während Swiss Re in Afrika im Rückversicherungsgeschäft bereits seit über 60 Jahren aktiv ist, will sich die Gruppe vermehrt an Erstversicherern beteiligen. Im Oktober des vergangenen Jahres kaufte Swiss Re vom Private Equity-Unternehmen Leapfrog eine Minderheitsbeteiligung (26,9 Prozent) am kenianischen Versicherer Apollo Investments. Die Apollo-Tochter APA gehört in Kenia, Uganda und Tansania zu den drei grössten Versicherern.

Weitere Übernahmen angestrebt

Mit Unterstützung von Leapfrog setze Swiss Re die Suche nach möglichen Investitionsobjekten auf dem «Schwarzen Kontinent» fort, heisst es im Bericht weiter. Dabei werden laut O'Neill in Kenia und Nigeria mindestens drei Übernahmen von Minderheitsbeteiligungen angestrebt.

(awp/tno/ama)