Die Swiss wird den Standort Basel dem neuen Lufthansa-Billigflieger «Eurowings» überlassen. Diese Nachricht löst Ängste bei den Angestellten aus. «Eurowings» soll als Fluglinie Ziele in ganz Europa bedienen, als erster Standort ausserhalb Deutschlands wird Basel ab Frühjahr 2015 bedient. Dabei ist der Einsatz von zwei bis vier Maschinen des Typs A320 geplant.

Die Lufthansa-Tochter Swiss werde sich in Zukunft auf die Drehkreuze Genf und Zürich konzentrieren und Basel an «Eurowings» übergeben, hatte Konzernchef Carsten Spohr am Mittwoch auf der Strategiekonferenz von Europas grösster Airline gesagt.

Langfristiger Erhalt der Arbeitsplätze

Diese Mitteilung führt zu Sorge auf Seiten der Angestellten. «Das Eindringen des Low-Cost-Schwesterbetriebes darf den zugesicherten langfristigen Erhalt der Arbeitsplätze in Basel nicht gefährden», sagte Philipp Hadorn, Präsident der Flugpersonal-Gewerkschaft SEV-Gata.

In Basel arbeiten derzeit rund 300 Mitarbeiter der Swiss. Die Fluggesellschaft sichert dabei zu, dass keine Jobs abgebaut werden. «Einen Arbeitsplatzabbau wird es durch diese Gruppenlösung nicht geben», sagte Swiss-Sprecherin Myriam Ziesack gegenüber «20 Minuten». Die Swiss-Flugzeuge würden andernorts weiter eingesetzt.

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Durch den Einsatz der Eurowings-Flieger komme es sogar zum Aufbau einer neuen Plattform und neuer Arbeitsplätze in Basel. Der Firmensitz der Swiss in Basel sei von dem Wechsel ebenfalls nicht betroffen.