Nach dem Tiefflug im Vorjahreszeitraum ist die Swiss im ersten Quartal 2014 wieder in den schwarzen Zahlen gelandet. Die Lufthansa-Tochter erzielte einen Betriebsgewinn von 3 Millionen Franken nach einem Verlust von 24 Millionen Franken vor zwölf Monaten.

Der Umsatz blieb stabil bei 1,191 Milliarden Franken, wie die Fluggesellschaft am Dienstag bekannt gab. Die Steigerung des operativen Ergebnisses sei zu weiten Teilen auf die Änderung der Abschreibungspolitik der Lufthansa-Gruppe zurückzuführen. «Werden diese Effekte ausgeklammert, resultierte dennoch eine leichte Ergebnisverbesserung», schreibt die Swiss.

Mutterkonzern Lufthansa steckt im Minus fest

Mutterkonzern Lufthansa konnte im saisonal schwächsten Quartal des Geschäftsjahres nicht aus den roten Zahlen fliegen. Zwar ist die Airline danke ihres Sparprogramms und gesunkener Treibstoffkosten mit weniger Verlust ins Jahr gestartet. Das saisontypische Minus fiel unter dem Strich mit 252 Millionen Euro um 45 Prozent niedriger aus als ein Jahr zuvor.

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Damit schnitt das Unternehmen besser ab als von Analysten erwartet. Der operative Verlust verringerte sich etwa wie erwartet um 32 Prozent auf 245 Millionen Euro. Der Umsatz ging wegen des starken Euro um 2,5 Prozent auf knapp 6,5 Millionen Euro zurück.

Streiks haben rund 15 Millionen Euro gekostet

Die Streiks an den Flughäfen hätten das Ergebnis mit 10 bis 15 Millionen Euro belastet, sagte Finanzchefin Simone Menne. Der dreitägige Pilotenstreik von Anfang April kam die Lufthansa wirkt sich erst im zweiten Quartal aus. Insgesamt hätten die Streiks das Jahresergebnis schon aus heutiger Sicht mit mehr als 70 Millionen Euro belastet, sagte Menne.

Die Verhandlungen mit den Piloten verliefen zwar konstruktiv, weitere Arbeitsniederlegungen seien jedoch nicht ausgeschlossen. Dennoch peilt die Lufthansa-Führung um den neuen Konzernchef Carsten Spohr für 2014 weiterhin einen operativen Gewinn von 1,3 bis 1,5 Milliarden Euro an.

(awp/me/sim)