1. Home
  2. Unternehmen
  3. Swiss-Skies-Gründer wollen auf Swissness setzen

Luftfahrt
Swiss-Skies-Gründer wollen auf Swissness setzen

Flughafen Basel
Nicht nur, aber vor allem vom Flughafen Basel aus will Swiss Skies operieren. Quelle: Keystone

Swiss Skies setzt wie angekündigt auf Billigflüge auf der Langstrecke – und auf Swissness. Sie rechnen mit einem schnellen Wachstum.

Veröffentlicht am 14.09.2018

Die vier Gründer hinter dem Billigairline-Projekt Swiss Skies haben sich viel vorgenommen: Sie wollen Billigflüge auf der Langstrecke anbieten. Veränderungen im Markt und bei der Technologie öffneten ein neues Kapitel in der Industrie: Die Entwicklung der Langstrecke hin zu tiefen Kosten und Komplexität. Dabei setzen sie auf Swissness, wie sie an der Medienkonferenz vom Freitag betonten. 

Einen «Gamechanger» sieht Armin Bovensiepen insbesondere im neuen Flugzeug A321neo von Airbus. Dies ermögliche es, mit tieferen Kosten und weniger Plätzen auf der Langstrecke zu fliegen, wie er an einer Medienkonferenz am Freitag in Basel sagte.

Gründung kostet 50 Millionen Franken

Am Vortag hatten sich Bovensiepen und seine Mitstreiter in Basel mit Investoren getroffen. Zu den Ergebnissen hielten sie sich am Freitag bedeckt. Es sei vor allem darum gegangen, das Interesse bei den Investoren zu wecken, sagte Harald Vogels. Nun stünden Einzelgespräche an.

Er zeigte sich aber zuversichtlich, bis Ende Jahr eine erste Tranche für das Startkapital zusammenzubringen. So koste allein die Gründung 50 Millionen. Als Geldquellen wollen die vier neben lokalen Investoren in Basel das eigene Umfeld sowie auch internationale Grossinvestoren ansprechen. Wie viel Geld bereits von wem beisammen sei, könne man nicht offenlegen.

Auslastung von über 80 Prozent angestrebt

Die Pläne des Projekts Swiss Skies sehen ein schnelles Wachstum vor: Innerhalb von fünf Jahren sollen 38 Flugzeuge 3,8 Millionen Passagiere in 46 Destinationen bringen. Die Flugzeuge sollen dabei eine Auslastung von 82 Prozent erzielen, der Umsatz soll sich auf 1,5 Milliarden Franken belaufen.

Ein grosses Thema sind dabei mögliche Kapazitäten in Basel. Es seien durchaus noch Slots frei, sagte Bovensiepen. Klar ist: Nicht alle Flugzeuge sollen am Euroairport stationiert sein, wie Vogels sagte. Welche Flughäfen noch angesteuert werden, wurde nicht verraten.

Über das grosse Medieninteresse zeigten sich die Verantwortlichen selbst erstaunt. «Heute geht es nicht um die Lancierung einer Airline, sondern um die Präsentation der Idee», betonte Sprecher Adrian Kohler.

(awp/tdr)

Anzeige