Die Swiss schaut bei den Billigfliegern ab. Bei Easyjet, Ryanair & Co. muss ein Passagier draufzahlen, wenn er mehr Gepäck mitnimmt. Das prüft nun auch die Schweizer Fluggesellschaft. «Wir beschäftigen uns tatsächlich mit diesem Thema», bestätigte Unternehmenschef Harry Hohmeister gegenüber dem Schweizer Fernsehen SRF. Künftig soll es auch bei der Swiss gepäckabhängige Tarife geben. «Wir überlegen uns, Tarife ohne Gepäck einzuführen, wenn jemand einfach schnell von A nach B fliegen will.»

Daneben will der Swiss-Chef weitere neue Einnahmenquellen erschliessen. «Wir wollen neue Service-Leistungen erfinden, für die wir zusätzlich kassieren können», erklärte er gegenüber SRF. Denn der Gewinn der Fluglinie brach 2012. Letztes Jahr transportierte die Swiss zwar mit 15, 8 Millionen mehr Passgiere denn je und steigerte den Umsatz um 2 Prozent auf 5,0 Milliarden Franken. Doch der Betriebsgewinn sank wegen höherer Kosten um 31 Prozent auf 212 Millionen Franken.

Kosten sollen weiter sinken

Deshalb will Hohmeister auch die Kosten weiter senken. Konkret wurde er aber dazu nicht. Dieses Jahr soll das Ergebnis bereits besser ausfallen. Aber der Swiss-Lenker ist damit noch lange nicht zufrieden. Es werde  «eher bei 250 Millionen Franken» liegen als bei 300 Millionen, sagte er zu SRF. Langfristig peilt er 450 Millionen Franken an.

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(se/aho)