Schweizer Reisebüros kennen Tricks, wie sie in einem globalen Flugbuchungssystem zu günstigeren Tarifen kommen. Die Fluggesellschaft Swiss will dieser Praxis nun «einen Riegel schieben», wie Swiss-Sprecherin Myriam Ziesack auf Radio SRF sagte. Dem Unternehmen entgehe dadurch Umsatz.

Geplant sind laut dem Bericht des SRF-Konsumentensendung Espresso Bussen von 200 bis 550 Dollar pro Passagier. Die Swiss-Sprecherin appellierte an die Reisebüros, das Buchungssystem fair zu nutzen.

Buchung in einer tieferen Tarifklasse

Für die Reisebüros ist das System mangelhaft. «Dies sollte technisch gar nicht möglich sein», sagte der Geschäftsführer des Schweizer Reiseverbands (SRV), Walter Kunz, in der Radiosendung.

Er erklärte den Trick dabei an einem Beispiel: Wenn ein günstiger Tarif für die Strecke Zürich-Hamburg nicht mehr erhältlich sei, könne ein Reisebüro den Flug weiterziehen - und beispielsweise Zürich-Hamburg-New York buchen. Dann sei nämlich eine Buchung in einer tieferen Tarifklasse möglich. Anschliessend werde der Strecke Hamburg-New York wieder annulliert.

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(sda/dbe)