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Swisscom-Chef: Fastweb steht nicht zum Verkauf

Carsten Schloter: Für den Swisscom-Chef kommt ein Fastweb-Verkauf nicht in Frage. (Bild: Keystone)

Carsten Schloter will Fastweb nicht verkaufen. Vielmehr spricht der Manager in einem Interview davon, die Swisscom-Tochter weiterzuentwickeln.

Veröffentlicht am 07.07.2013

Der Chef des Telekomkonzerns Swisscom, Carsten Schloter, glaubt an eine Trendwende bei der Umsatzentwicklung im Mobilfunkgeschäft. Zudem erteilt er einem Verkauf von Fastweb eine Absage.

Swisscom wolle das Tochterunternehmen weiter entwickeln, so Schloter. Auch ein neues Sparprogramm sei kein Thema, zumindest nicht «zu diesem Zeitpunkt». Schloter erläutert in einem Interview mit der «Sonntagszeitung» die von ihm ausgemachte Trendwende bei der Umsatzentwicklung im Mobilfunkgeschäft: «Dieses Jahr wird der Umsatz im Mobilfunk noch leicht rückläufig sein, aber 2014 wird er wieder steigen». Und weiter: «Mit der Einführung der Infinity-Abos ist unser Durchschnittsumsatz pro Kunde erst einmal weiter gesunken. Weil jetzt aber auch Kunden auf die neuen Abos wechseln, die bisher weniger Geld ausgaben, hat das gedreht. Die Dynamik bei Infinity stimmt. Das ist die Trendwende.»

Konsolidierung eine Option

In der Telekombranche gehe derweil der Strukturwandel weiter, so Schloter. Doch ein neues Sparprogramm stehe «zum jetzigen Zeitpunkt» nicht an. «Wir werden weiterhin jedes Jahr in gewissen Bereichen Arbeitsplätze im dreistelligen Bereich abbauen müssen», erwähnt Schloter. Gleichzeitig würden aber auch wieder neue Stellen geschaffen.

Zu den jüngsten Gerüchten um einen möglichen Verkauf der italienischen Tochter Fastweb äussert sich Schloter zurückhaltend, sagt aber klar «nein» zu angeblichen Verkaufsabsichten. «Wir sind der Meinung, dass wir Fastweb entwickeln sollten. Die Glasfaserinfrastruktur, die wir dort besitzen, spielt eine immer wichtigere Rolle. Dieses Geschäft können wir wertmässig noch weiter ausbauen.»

Falls sich im Rahmen einer Konsolidierung «irgendwann eine interessante Option für Fastweb ergibt», würde sich die Konzernleitung dies anschauen. «Aber wir sind nicht darauf aus, Fastweb zu verkaufen.»

(muv/awp)

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