In der Berner Gemeinde Kehrsatz gibt es offenbar Zweifel darüber, ob ausgerechnet der neue Swisscom-Chef Urs Schaeppi seine Steuern korrekt bezahlt hat. Das berichtet die «Sonntagszeitung» in ihrer neusten Ausgabe. 

2009 sei Schaeppi von Kehrsatz ins steuergünstige Zug gezogen. Sein Kehrsatzer Wohneigentum habe er aber behalten - und er soll dort auch öfters gesehen worden sein. Deshalb hätten die Gemeindebehörden im Frühling dieses Jahres interveniert und Schaeppi aufgefordert, sein Steuerdomizil wieder nach Kehrsatz zu verlegen.

Schaeppi zahlt in Kehrsatz wieder Steuern

Im Oktober – kurz vor seiner offiziellen Wahl zum Swisscom-CEO – habe Schaeppi das dann auch getan - und er wird gemäss Swisscom seine Steuern wieder in Kehrsatz und im Kanton Bern entrichten. Allerdings bleibe laut «Sonntagszeitung» in Kehrsatz die Frage offen, ob Schaeppi nicht auch für die Jahre vor 2013 in Kehrsatz hätte Steuern bezahlen müssen.

Laut Swisscom habe Schaeppi in dieser Zeit vorwiegend in Zürich gearbeitet und seinen Lebensmittelpunkt im Grossraum Zürich gehabt. Sein Zuger Steuerdomizil sei deshalb damals korrekt gewesen. Doch in Kehrsatz will man den Fall nun laut «Sonntagszeitung» weiterprüfen.

(muv)