Swisscom-Konzernchef Urs Schaeppi rechnet mit Spionageangriffen auf die eigene Infrastruktur. Konkrete Hinweise gebe es allerdings nicht, sagte er in einem Interview der «Berner Zeitung» vom Montag.

«Ich habe vom Verdacht, der deutsche Geheimdienst soll im Auftrag der Amerikaner unsere Leistungen angezapft haben, aus der Presse erfahren», sagte Schaeppi. Konkrete Hinweise auf Spionageangriffe auf die Swisscom-Infrastruktur hätten sie zwar nicht.

Geheimdienste versuchen Swisscom-Leitungen auszuhorchen

«Trotzdem müssen wir davon ausgehen, dass Geheimdienste versuchen, unsere Leistungen auszuhorchen», sagte Schaeppi weiter. «Unsere Reaktion kann nur sein, uns mit der besten Sicherheitstechnologie zu schützen, die uns zur Verfügung steht - indem wir etwa Daten verschlüsseln», sagte er weiter.

Eine hundertprozentige Sicherheit gebe es in einer vernetzten Welt nicht. «Allerdings gilt: Solange wir Daten ausschliesslich über unsere Leitungen übermitteln und in den eigenen Rechenzentern in der Schweiz speichern, können wir eine höhere Sicherheit garantieren», sagte der Swisscom-Konzernchef weiter.

(sda/mbü/gku)