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Swisscom: Kündigungen vor Weihnachten und höhere Kosten

Swisscom-Chef Schloter: Auch Führungsstellen fallen weg. (Bild: Keystone)

Swisscom-CEO Carsten Schloter äussert sich in zwei Interviews zu den angekündigten Entlassungen. Noch in diesem Jahr will das Unternehmen mindestens 200 Mitarbeitern kündigen. Die Personalkosten soll

Veröffentlicht am 02.11.2012

In Interviews mit «Blick» und «Tagesanzeiger» nimmt Swisscom-CEO Carsten Schloter Stellung zu den angekündigten Entlassungen beim Schwergewicht in der Schweizer Telekommunikationsbranche.

Auf die Frage, wieviele Kündigungen es vor Weihnachten geben werde, sagte Schloder dem «Blick»: «Es wird vermutlich zwischen 200 und 250 Kündigungen geben.» Weiteren Mitarbeitern werde man neue Arbeitsplatzangebote unterbreiten.

Wie die «Handelszeitung» bereits berichtete, haben Berater von McKinsey die Swisscom im Lauf des Jahres durchleuchtet. Das Resultat: Abbau bei «Controlling und Buchhaltung, Strategie und Kommunikation», wie Schloter dem «Blick» erläutert. Aufbauen will man hingegen «den Vertrieb und die Kundenbetreuung bei den KMU». Ebenso sollen das Fernsehgeschäft und die Grosskunden - etwa im Bereich Cloud-Computing - profitieren.

Sparen wird die Swisscom trotz Stellenabbau nicht: «In der Summe werden unsere Personalkosten nächstes Jahr steigen - trotz des rückläufigen Umsatzes», prognostiziert Schloter. Denn neben dem Abbau von 0,6 Prozent der Mitarbeitenden sollen die Löhne nächstes Jahr um 1,2 Prozent steigen.

Verzicht auf interne Dienstleistungen

Der Abbau sei nicht etwa Überkapazitäten geschuldet, betonte Schloter im «Tagesanzeiger». Vielmehr gebe es interne Dienstleistungen - etwa vonseiten der Kommunikationsabteilung - auf welche man künftig verzichten wolle. So werde man auch im Controlling «den einen oder anderen Zahlenreport weniger erstellen».

Doch nicht nur in unterstützenden Bereichen wird gekürzt. Auch Führungsstellen werden laut Schloder obsolet. Betroffen sei beispielsweise das Marketing.

Rapide an Bedeutung verliert bei Swisscom das Festnetz. «Jedes Jahr stornieren unsere Kunden 100'000 Festnetzanschlüsse», sagt der CEO. Diese Kunden gingen nicht zur Konkurenz, sie nähmen einfach mit dem Mobiltelefon vorlieb. Im Festnetzbereich bleibe allerdings das Breitbandinternet wichtig.

(jev/tno)

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