Der Swisscom kamen Datenbänder mit Tausenden von E-Mails abhanden, wie nun bekannt wurde. Offenbar handelt es sich um Backup-Dateien aus den Jahren 2008 bis 2010. Die Daten sollen von Personen in einem Informatik-Rechenzentrum beschafft worden sein. Doch Ärger mit diebischen Mitarbeitern ist für den Konzern nichts Neues. Im Juni 2010 veranlasste die Swisscom eine Hausdurchsuchung bei einer Person in Zürich. Denn kurz zuvor hatte die Swisscom auffällig viele Reklamationen von Leuten bekommen, die offenbar eine teure Porno-Nummer gewählt hatten, davon aber nichts wussten.

Insgesamt waren knapp 1500 Personen betroffen. Der Verdächtige verschaffte sich Zugang zu diversen Telefonzentralen der Swisscom. Zuerst im Kanton Aargau, dann in Zürich. Einmal in den Gebäuden, manipulierte er Vorrichtungen derart, dass bei x beliebigen Personen die Mehrwertnummern gewählt wurde. Indem er dafür sorgte, dass die Mehrwertnummern auf eine Firma von ihm liefen, versuchte er abzusahnen.

Die Swisscom will klagen

Die Person wurde aufgrund einer Anzeige von Swisscom verurteilt. Auch im aktuellen Fall geht der Telekommunikationskonzern juristisch gegen die Verdächtigen vor.