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Swisscom profitiert vom Euro-Mindestkurs

Swisscom: Die Umsätze mit ausländischen Besuchern haben unter der Frankenstärke gelitten. (Bild: Keystone)

Der Swisscom kommt die vor einem Monat von der SNB eingeführte Kursuntergrenze zugute. Dennoch: Das Telekomunternehmen muss gemäss seinem Finanzchef die Umsatzprognose fürs laufende Jahr leicht senken

Veröffentlicht am 09.10.2011

Die Swisscom profitiert vom Euro-Mindestkurs. Die Anfang September von der Schweizerischen Nationalbank eingeführte Kursuntergrenze von 1,20 Franken sei gut für das Unternehmen, sagte Swisscom-Finanzchef Ueli Dietiker der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung».

«Wegen des starken Franken mussten wir im August unsere Umsatzprognose für 2011 leicht senken. Unsere Geschäfte in Italien und die Umsätze mit ausländischen Besuchern, die unser Netz nutzen, haben unter der Währung gelitten. Nun sind wir beruhigter», erklärte Dietiker.

Swisscom erwartet für das laufende Jahr noch einen Umsatz von 11,5 Milliarden Franken. statt der ursprünglich in Aussicht gestellten 11,8 Milliarden Franken. Der Betriebsgewinn (EBITDA) soll 4,6 Milliarden Franken erreichen. Im ersten Halbjahr war der EBITDA um ein Prozent auf 2,3 Milliarden Franken und der Umsatz vier Prozent auf 5,7 Milliarden Franken gesunken.

Zum abgelaufenen dritten Quartal wollte sich der Finanzchef nicht äussern. «Nur so viel: Der Geschäftsverlauf wird uns weiter erlauben, die bisherige Dividende von 21 Franken je Aktie auch für 2011 zahlen zu können.»

2012 werde voraussichtlich ein schwieriges Jahr für die Volkswirtschaften und damit vermutlich auch für Swisscom kein Rekordjahr, auch wenn das Unternehmen vergleichsweise wenig von der Konjunktur abhängig sei - «denn telefoniert und gesurft wird auch in der Krise.» Betroffen wäre der Umsatz mit ausländischen Besuchern, die das Netz das Unternehmens nutzten, auch könnten Grosskunden wichtige Projekte verschieben.

(rcv/sda)

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