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Swisscom: Ständerat stellt Fastweb-Desaster in Frage

Fastweb: Politiker wollen Rechenschaft von Swisscom. (Bild: Keystone)

Der Milliardenabschreiber der Swisscom auf ihre italienische Tochter Fastweb beschäftigt die Politik: Der Ständerat traf sich heute mit der Swisscom-Spitze zur «intensiven» Aussprache und verlangt von

Veröffentlicht am 11.01.2012

Der Milliardenabschreiber der Swisscom auf ihre italienische Tochter Fastweb beschäftigt auch die Politik: Die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Ständerates (KVF) verlangt einen Bericht der Verwaltung über die Konsequenzen für künftige Auslandengagements der Swisscom.

Die Kommission empfing die Spitzen der Swisscom und die zuständigen Vertreter der Verwaltung zu einer Aussprache. Nach einer «intensiven» Diskussion zum Engagement von Swisscom bei Fastweb habe die Kommission einen Bericht für ihre Märzsitzung verlangt.

Die Swisscom hatte im Dezember mitgeteilt, dass die italienische Breitbandtochter Fastweb ihren Gewinn um 1,2 Milliarden Franken in die Tiefe reisst. Die Swisscom hatte für den Kauf von Fastweb vor vier Jahren umgerechnet 4,6 Milliarden Franken investiert.

Heute bleibe davon zusammen mit den ordentlichen jährlichen Abschreibungen nur noch 2,9 Milliarden Euro übrig, schrieb Swisscom. Dies sei eine Wertminderung von 35 Prozent seit der Übernahme. Nach Abzug von Steuereffekten reisse der Milliardenabschreiber den Reingewinn der Swisscom um 1,2 Milliaden Franken nach unten. Der Milliardenabschreiber befeuerte die Debatte über die Auslandgeschäfte der Swisscom.

(chb/sda/laf)

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