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Quartalszahlen
Swisscom startet mit weniger Gewinn ins Jahr

Swisscom: Mehr TV-Kunden, weniger Gewinn. Keystone

Die Swisscom ist im Handy- und TV-Abobereich auf Kurs und wächst deutlich. Dafür muss der Konzern im ersten Quartal weniger Gewinn ausweisen. Konzernchef Urs Schaeppi ist zufrieden.

Veröffentlicht am 06.05.2015

Die Swisscom ist mit etwas mehr Umsatz, aber etwas weniger Gewinn ins Geschäftsjahr 2015 gestartet. Der Umsatz des «blauen Riesen» stieg im ersten Quartal um 2,6 Prozent auf 2,893 Milliarden Franken. Unter dem Strich verdiente die Swisscom 351 Millionen Franken. Das sind 5,9 Prozent weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen am Mittwoch in einem Communiqué bekannt gab. Der Betriebsgewinn vor Abschreibern und Amortisationen (Ebitda) schrumpfte um 0,9 Prozent auf 1,051 Milliarden Franken.

Damit hat die Swisscom die Erwartungen der Finanzgemeinde bei Umsatz und Ebitda übertroffen, beim Reingewinn allerdings verfehlt. Analysten hatten im Durchschnitt gemäss der Nachrichtenagentur AWP einen Umsatz von 2,793 Milliarden Franken, einen Ebitda von 1,033 Milliarden Franken und einen Reingewinn von 363 Millionen Franken vorhergesagt.

Urs Schaeppi ist zufrieden

«Trotz Währungsturbulenzen und steigendem Kostendruck sind wir mit einem guten Ergebnis ins Jahr gestartet», erklärte Konzernchef Urs Schaeppi im Communiqué. «Anhaltend hohe Investitionen und gleichzeitig grosser Preisdruck prägen unser Geschäft.» Alleine die Senkung für das Nutzen des Handys im Ausland (sog. Roaminggebühren) beim Abo Natel Infinity plus koste pro Jahr über 100 Millionen Franken.

«Viele Neukunden konnten wir bei Swisscom TV, Bündelverträgen und bei Fastweb gewinnen», erklärte Schaeppi. Ende März nutzten 1,26 Millionen Kunden ein Bündelangebot. Das sind 18,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch das Wachstum im Festnetz hält an: Der Bestand an TV-Anschlüssen stieg innert Jahresfrist um 14,2 Prozent auf 1,2 Millionen.

Frankenstärke zerhaut Fastweb-Umsatz

Die italienische Breitbandtochter Fastweb steigerte den Umsatz um 8,3 Prozent auf 429 Millionen Euro und den Ebitda um 11,1 Prozent auf 120 Millionen Euro. Allerdings machte hier der starke Franken einen Strich durch die Rechnung. In Franken gerechnet schrumpfte der Umsatz um 3,1 Prozent auf 468 Millionen Franken und der Ebitda um 1,5 Prozent auf 130 Millionen Franken.

Für das Gesamtjahr hält die Swisscom an ihrem Ausblick fest: Sie erwartet nach wie vor einen Umsatz von 11,4 Milliarden Franken und einen Ebitda von 4,2 Milliarden Franken. Diesem Ausblick liegt ein Euro-Kurs von 1,00 Franken zugrunde.

(sda/ise)

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