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Börse
Swisscom stellt Analysten zufrieden

Swisscom in Zürich: Weniger rentabel. (Bild: Keystone)

Der Telekomkonzern hat deutlich weniger Gewinn gemacht. Dennoch finden Anleger und Analysten Gefallen am Halbjahresergebnis der Swisscom.

Veröffentlicht am 07.08.2013

Die Swisscom-Aktien zeigen nach einem negativen Handelsstart im frühen Handel deutliche Avancen. Der Telekomkonzern hat mit seinem Ausweis für das erste Semester übers Ganze gesehen die Erwartungen erfüllt. Der Umsatz fiel dabei leicht höher aus als von den Analysten im Durchschnitt geschätzt, die Rentabilität hingegen etwas tiefer. Positiv hervorgehoben wird die gute Entwicklung der neuen «Infinity»-Flatrate-Angebote.

Die Swisscom-Aktien sind nach einer negativen Handelseröffnung schnell in den positiven Bereich vorgestossen und standen um 9:40 Uhr mit einem Plus von 1,26 Prozent auf 418,30 Franken deutlich die Spitze im SMI-Tableau. Der Leitindex verlor zur Berichtszeit 0,12 Prozent.

Insgesamt zeigen sich die Analysten in ihren ersten Kommentaren mit dem Semesterausweis zufrieden. J. Safra Sarasin spricht von einem «soliden» Resultat. Dank der erfolgreichen «Infinity»-Angebote blieb der Umsatz leicht über den Erwartungen, so Vontobel. Auch für die ZKB sind die Infinity-Preispläne ein «klarer Erfolg». Der ARPU-Effekt (durchschnittlicher Erlös pro Kunde) von «Infinity» sei zudem nun mit 1,90 Franken pro Monat erstmals im positiven Bereich gelegen, was den Erfolg der Preispläne unterstreiche.

Als erfreulich taxiert die Bank Notenstein, dass beim Umsatz die Preiserosion im Schweizer Kerngeschäft mehrheitlich kompensiert werden konnte. Hier scheine sich die Strategie mit Bündelangeboten und Pauschaltarifen auszuzahlen. Auch Notenstein verweist dabei auf die erstmalige Umsatzsteigerung bei «Infinity»-Wechselkunden im zweiten Quartal. Einen positiven Umsatzbeitrag brachte zudem gemäss ZKB die volle Konsolidierung von Cinetrade.

CEO-Suche nicht im Fokus

Etwas weniger angetan sind die Analysten dagegen von der weiter rückläufigen Rentabilität. Die Ebitda- und Ebit-Margen haben die Konsensschätzungen verfehlt, bemängelt Vontobel. Auch für Notenstein stellt die weitere Abnahme der Rentabilität einen deutlichen Kritikpunkt dar.

Als Gründe orten die Experten insbesondere die hohen Kosten für Kundenakquisition sowie Aufwendungen für Netzunterhalt. Vontobel stellt bezüglich Rentabilität die Frage in den Raum, ob die wieder zunehmenden ARPUs des «Infinity»-Modells den Trend stoppen können.

Die eingeleitete Nachfolgesuche für den verstorbenen CEO Carsten Schloter wird in den Analysten-Kommentaren nur wenig beleuchtet. Die Tatsache, dass sich Swisscom bis Ende Jahr mit der Ernennung Zeit lassen will, deute auf eine weiter gefasste Suche und damit auch auf eine höhere Wahrscheinlichkeit für einen externen Kandidaten hin, mutmasst die Bank Vontobel.

(tno/awp)

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