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Strategie
Swisscom-Tochter Fastweb muss Zacken zulegen

Fastweb in Mailand: Swisscom will Gas geben. Keystone

Fastweb will im italienischen Mobilfunkmarkt Fuss fassen. Heute sei man noch «ein Niemand», so Swisscom-Finanzchef Mario Rossi. Das muss sich im nächsten Jahr ändern.

Veröffentlicht am 21.09.2016

Die Swisscom-Tochter Fastweb will im italienischen Mobilfunkmarkt einen Zacken zulegen. «Wir müssen vor dem Markteintritt von Iliad Gas geben mit qualitativ besseren und gebündelten Angeboten inklusive der neusten Mobilfunkgeneration 4G», sagte Swisscom-Finanzchef Mario Rossi.

Der Eintritt des französischen Mobilfunkanbieters Iliad, der ebenso wie die Schweizer Salt dem Telekomunternehmer Xavier Niel gehört, dürfte sicher nicht vor dem zweiten Semester 2017 stattfinden, sagte Rossi in einem am Dienstag vorab veröffentlichten Interview mit der Zeitung «Finanz und Wirtschaft».

«Es müssen mehr werden»

«Wir sind in Italien im Mobilfunk heute ein Niemand. Das Netz von Hutchison, das wir derzeit nutzen, hat nicht die gewünschte Qualität.» Aktuell habe Fastweb gut eine halbe Million Mobilfunkkunden. «Ziele kann ich nicht nennen, aber es müssen definitiv mehr werden», sagte Rossi.

Der Wechsel auf das Mobilfunknetz von Telecom Italia beginne im Januar 2017. Ab dann würden alle SIM-Karten ausgetauscht. Das werde etwa zwölf Monate in Anspruch nehmen. Die Mobilfunkstrategie werde derzeit erarbeitet, sagte der Swisscom-Finanzchef.

Noch keine Gespräche mit Iliad

Iliad könnte auch Kunde von Fastweb werden. «Wir haben sehr viele Glasfaserleitungen in wichtigen Gebieten. Denkbar wäre eine Vereinbarung für ein mögliches künftiges Festnetzgeschäft von Iliad oder für den Anschluss der Mobilfunkstationen von Iliad», sagte Rossi. Gespräche der beiden Unternehmen habe es noch keine gegeben.

(sda/gku)

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