Der Telekomanbieter Swisscom hat im ersten Quartal weiter Stellen abgebaut und den Umsatz um 1,9 Prozent auf 2,9 Milliarden Franken gesteigert. Der Gewinn erhöhte sich um 1,6 Prozent auf 379 Millionen Franken, wie Swisscom am Mittwoch mitteilte.

Im Schweizer Kerngeschäft schrumpfte der Umsatz um 1,8 Prozent auf 2,2 Milliarden Franken in Folge des anhaltenden Rückgangs bei der traditionellen Festnetztelefonie und Preisdruck.

Ausgerechnet das ehemalige Sorgenkind gibt Swisscom Schub: Die italienische Tochter Fastweb wuchs im ersten Quartal erneut. Zum Vorjahr legte Fastweb deutlich zu: Eine Steigerung von 55 Prozent auf 1,2 Millionen Kunden, im Geschäftskundensegment stieg der Auftragseingang um 65 Prozent. Im Breitbandgeschäft schafft das Unternehmen ebenfalls ein Plus von 3 Prozent auf 2,48 Millionen Euro. Fastweb konnte damit den Umsatz auf 492 Millionen Euro erhöhen, unter dem Strich blieben als EBITDA 144 Millionen Euro.

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Schwieriges Umfeld

Laut Swisscom-Chef Urs Schaeppi ist die Branche in einem anhaltend schwierigen Umfeld stark gefordert. Der Investitionsbedarf sei hoch. Gleichzeitig sänken die Preise und Promotionen trieben den Wettbewerb zusätzlich an.

Der Personalbestand in der Schweiz reduzierte sich in den ersten drei Monaten um 77 Vollzeitstellen auf 17'611. Die Hälfte der geplanten Stellenreduktion von 700 bis Ende Jahr solle über natürliche Fluktuation aufgefangen werden.

Insgesamt bliebt das konsolidierte Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) bei 1,1 Milliarden Franken stabil. Im Schweizer Kerngeschäft resultierte allerdings ein bereinigter Rückgang um 2,9 Prozent, wie es heisst. Wie schon im Februar publiziert, erwartet Swisscom für 2018 mit einem Nettoumsatz und Betriebsgewinn auf Vorjahreshöhe.

(reuters/sda/me/mlo)