Die Stromnetzgesellschaft Swissgrid hat im vergangenen Jahr beim Gewinn ein weiteres Mal zugelegt: Der Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag bei 153,4 Millionen Franken und damit 8,5 Prozent höher als im Jahr davor.

Deutlich nahm auch das Unternehmensergebnis zu. Dieses erreichte 88 Millionen Franken und konnte damit um mehr als 9 Prozent gesteigert werden, wie Swissgrid am Mittwoch mitteilte.

Höhere Gewinnausschüttung

Der höhere Ebit und das gesteigerte Unternehmensergebnis sind gemäss Mitteilung «vor allem eine Folge der per 5. Januar 2015 übernommenen Netzanlagen, welche im Vergleich zum Vorjahr zu einer deutlichen Erhöhung des betriebsnotwendigen Vermögens führten».

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Aufgrund des positiven Geschäftsverlaufes beantragt der Swissgrid-Verwaltungsrat eine höhere Gewinnausschüttung von neu rund 21,5 Millionen Franken. Im Vorjahr bezahlte Swissgrid erstmals seit Beginn der Überführung des Höchstspannungsnetzes eine Dividende. Diese betrug 13 Millionen Franken.

Hoher Investitionsbedarf

Wie die Netzgesellschaft mitteilte, rechnet sie in den kommenden Jahren mit einem höheren Investitionsbedarf. Swissgrid plant, jährlich rund 180 Millionen Franken in die Modernisierung des Übertragungsnetzes zu investieren.

Im Dezember hatte Swissgrid mitgeteilt, dass die Energiereserven in der Schweiz knapp seien. Nun gibt die Gesellschaft «umfassende Entwarnung». Dank des milden Wetters und weil unter anderem die Netztransferkapazität an den Grenzen zu Frankreich, Deutschland und Österreich erhöht wurden, habe sich die Lage entspannt.

(sda/ise/gku)