Die Aufträge brechen ein, die Margen sinken in den Keller, ein Drittel der Firmen befindet sich in der Verlustzone: Die Maschinenindustrie bekommt die Frankenstärke mit aller Härte zu spüren. Hans Hess, Präsident vom Verband der Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (Swissmem), wirft dem Bundesrat Untätigkeit vor: «Wir sind enttäuscht, wie wenig der Bundesrat auf die Lagebeurteilung der MEM-Industrie reagiert hat.»

Es könne nicht sein, dass die Landesregierung die Folgen der Frankenstärke analysiere und die MEM-Industrie mit keinem Wort erwähne. «Da ist etwas schiefgelaufen», so Hess. Ihm scheine, die Landesregierung habe seine Branche schlicht vergessen.

Zusätzliche 50 Millionen gefordert

Hess übt überdies scharfe Kritik an der Innovationsförderung des Bundes. Der Bundesrat habe es in den letzten Jahren verpasst, die Kommission für Technologie und Innovation (KTI) richtig aufzustellen. «Die KTI ist heute ein wackliger Steg, -während ich etwa in Deutschland eine sechsspurige Autobahn sehe.»

Der Industrievertreter fordert vom Bundesrat zusätzliche 50 Millionen Franken Gelder für die KTI sowie die gleiche Summe für das Jahr 2016. Auch müsse bei der Kurzarbeit die Bezugsdauer auf 18 Monate aus-gedehnt werden. Firmen würden im zweiten Halbjahr vermehrt auf Kurzarbeit zugreifen.

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