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Swissmetal: Hoffen und Beten

Ruht der Betrieb bald für immer? Swissmetal-Fabrik in Dornach (Bild: Keystone)

Der VR-Präsident des stark ins Schlingern geratenen Metall-Hersteller setzt die Partner unter Druck: Für eine Teilrettung müssten innert weniger Tage alle mitziehen - für eine Gesamtrettung bräuchte e

Veröffentlicht am 07.07.2011

An einer kurzfristig einberufenen Medienkonferenz  in Dornach sagt der Swissmetal-Chef, dass die ganze Firma mit heute 626 Volljobs nur mit einem "weissen Ritter" zu retten sei. Dafür sei die Firmenleitung "nicht grosser Hoffnung". Plan B sei nun, einen Teil der Firma zu retten, indem man einen anderen Teil verwertet.

Derzeit liefen intensive Verhandlungen zwischen den Sozialpartnern, mit den Banken, aber auch mit Lieferanten und Kunden. Alle Optionen würden geprüft. Damit jedoch schon nur eine Teilrettung gelingen kann, müssten alle kooperieren. Komme es doch zur Massenentlassung von 290 Angestellten, blieben in Dornach noch etwa 40 Jobs übrig.

Maschinen in Dornach bleiben still

Aktuell sei der deutsche Standort Lüdenscheid nicht gefährdet, da dieser anders finanziert sei als Dornach und Reconvilier BE. Je nach Entwicklung könnte aber auch dieser noch in den Strudel geraten. Reconvilier im Berner Jura dürfe derzeit weiterarbeiten mit Halbfabrikaten aus Dornach und Lüdenscheid. In Dornach stünden alle Maschinen still.

Konkrete Zahlen zur aktuellen Verschuldung oder dem Auftragsvorrat wollte Hellweg nicht verraten. Sein Mandat lasse er nicht vergolden; es werde nur etwa mit einem Viertel eines üblichen Cheflohns entschädigt. Für das Deblockieren des Dornacher Materiallagers verlangten die Banken rasch ein erfolgsversprechendes Konzept.

(rcv/sda)

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