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Swissmetal im Visier der Finma

Swissmetal: Heissester Kandidat für die Übernahme ist die chinesische Baoshida. (Bild: Keystone)

Laxey hat sein Paket an Swissmetal von 32,9 Prozent verkauft und den Anteil auf 3 Prozent reduziert. Seither wird darüber gerätselt, wer dem Hedgefonds die Aktien abkaufte.

Von Bernhard Fischer
am 11.07.2012

Der britische Hedgefonds Laxey war lange der grösste Aktionär des Buntmetallherstellers Swissmetal. Ende 2011 verkaufte er sein Paket von 32,9 Prozent und reduzierte seinen Anteil unter die meldepflichtige Schwelle von 3 Prozent. Seither wird darüber gerätselt, wer Laxey die Aktien abkaufte.

Bislang hat niemand ein Paket von über 3 Prozent gemeldet. Das ist der Schweizer Börse nicht geheuer. Laut einem Sprecher der SIX ist es «praktisch sehr unwahrscheinlich», dass keiner der neuen Aktionäre eine meldepflichtige Schwelle überschritten habe. Die Offenlegungsstelle der SIXerstattete deswegen bei der Finanzmarktaufsicht Anzeige, wie die Finma bestätigt. Die Behörde klärt jetzt die nächsten Schritte im Rahmen ihrer Marktaufsicht ab.

Die Kleinaktionäre der Swissmetal fühlen sich nicht zuletzt wegen der Geheimniskrämerei um die Eigentumsverhältnisse vom Verwaltungsratrund um Präsident Martin Hellweg über den Tisch gezogen. Dieser habe Detailinformationen konsequent verweigert. Die Aktionäre orten zudem Befangenheit des Managements.

Hellweg bemüht sich derzeit darum, einen Käufer für das Unternehmen in Nachlassstundung zu finden. Heissester Kandidat ist die chinesische Baoshida. Das Unternehmen hat diese Woche die Baoshida  Schweiz AG mit Sitz in Reconvilier gegründet. Die Gesellschaft ist mit 1 Million Franken Aktienkapital ausgestattet und wird von Baoshida-Chef Xingjun Shang präsidiert. Die chinesischen Manager haben laut Werksmitarbeitern in Dornach das Gelände bereits inspiziert und den Maschinenpark fotografiert. Neben den Chinesen sind auch die deutschen Unternehmen Wieland und Knuth als Käufer im Gespräch.

Auch wenn der Bieterkreis einstweilen enger wird, bleiben die Hürden für einen erfolgreichen Abschluss hoch. Chemikalien im Boden erschweren eine allfällige Umzonung des Firmengeländes, etwa für Wohnzwecke. Eine Sanierung könnte bis zu 12 Millionen Franken verschlingen.

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